Der Zauberer von Rummelsdorf

Zauberer von Rummelsdorf

Obwohl Spirou nicht von Franquin erfunden wurde, ist es kein Geheimnis, dass er die Figur mit etlichen weiteren Charakteren umgab und die Comics rund um den Pagen und seinen Freund Fantasio zu einem Klassiker der Franko-Belgischen Schule machte. Der Zauberer von Rummelsdorf stellt im Spirou-Kosmos auch gleich eine Revolution dar, denn es ist das erste große Abenteuer der beiden Helden.

Black Hammer

black hammer

Es gibt Comicserien, die einfach gute Geschichten erzählen, und solche, die das Medium an sich hinterfragen. Black Hammer, erschienen 2016 bei Dark Horse Comics, gehört eindeutig zur zweiten, weit weniger verbreiteten Kategorie. Geschrieben von Jeff Lemire und illustriert von Dean Ormston in der Hauptphase, ist diese Reihe eine Hommage an die Superheldengeschichte – und zugleich eine kritische Auseinandersetzung mit ihr.

Catwoman – Die Katze auf dem Dach

catwoman

Catwoman betrat im Frühling 1940 in Batman #1 erstmals die Bühne, damals jedoch nicht unter ihrem allseits bekannten Namen Catwoman; sie hieß da noch schlicht „The Cat“ und war eine anonyme Diebin, die auf einem Luxusdampfer Batman und Robin ein kostbares Juwel stahl und entwischte. Mit dieser Figur schufen Bob Kane und Bill Finger im selben Heft, in dem auch der Joker sein Debüt feierte, einen Charakter von solcher Faszination, dass sie problemlos die Aufmerksamkeit des gesamten Heftes auf sich zog.

Zatanna – Die Tochter des Magiers

zatanna

Zatanna gilt als eine kleine Sensation, und das aus gutem Grund. Ihr Erfolg beruht auf einem originellen erzählerischen Kniff, den Autor Gardner Fox 1964 in Hawkman #4 einsetzte. Ihr Debüt markierte den Auftakt einer mehrteiligen Suche, die sie quer durch das gesamte DC-Universum führte und sich über mehrere Serien und Ausgaben erstreckte. Für die damalige Zeit war das eine bahnbrechende Idee. Obwohl es bereits Crossover gab, war die Vorstellung, dass ein Charakter gezielt in anderen Comics auftauchte, um jemanden zu suchen, eine mutige Innovation, die das Genre der Superhelden-Comics auf eine neue Ebene hob.

Etrigan – Der reimende Dämon aus Camelot

etrigan der dämon

Etrigan ist Jack Kirbys düsterstes Vermächtnis und ein seltsamer Schatz im DC-Universum Ein König, ein Zauberer und eine ewige Bürde Es gibt Momente in der Geschichte der Comics, die sich rückblickend wie Naturgewalten anfühlen – künstlerische Schöpfungen, bei denen ein einzelner Autor eine neuartige und so fremdartige Idee zum Leben erweckt, dass das Medium danach … Weiterlesen

Wonder Woman – Prinzessin der Amazonen

wonder woman

Es gibt eine Szene im ersten Wonder-Woman-Comic von 1942, die man nicht vergisst, wenn man sie einmal gesehen hat: Eine Frau im Sternenbanner-Bikini und mit roten Stiefeln schleudert einen Nazi-Panzer durch die Luft, als wäre es Spielzeug, und lächelt dabei. Es ist ein breites, kindliches Strahlen, das echte Freude an der eigenen Stärke ausdrückt. Das war 1942 in einem amerikanischen Mainstream-Comicheft. Mit einer Frau als Protagonistin.

Die Ducks nach Carl Barks: Von amerikanischen Erzählungen zum globalen Mythos

Die Ducks nach Carl Barks: Von amerikanischen Erzählungen zum globalen Mythos

(c) Carl Barks

Als Carl Barks in den 1940er-Jahren für den Disney-Konzern begann, Geschichten um Donald Duck und seine Verwandtschaft zu schreiben, ahnte niemand, dass hier einer der großen Mythen des 20. Jahrhunderts geschaffen wurde. Barks arbeitete anonym, ein „namenloser Handwerker“ der Comicindustrie. Und doch nannte ihn die Fankultur später ehrfurchtsvoll „The Good Duck Artist“. Denn er war derjenige, der Donald, Dagobert, Tick, Trick und Track, Daisy, Daniel Düsentrieb, Gundel Gaukeley und die Panzerknacker in eine Welt stellte, die weit über den Rahmen bloßer Kindergeschichten hinausging. Er baute Entenhausen – ein Hybrid aus amerikanischer Kleinstadt und globaler Abenteuerbühne.

Barks’ Geschichten wie Lost in the Andes (Im Land der viereckigen Eier) (1949), Back to the Klondike (Wiedersehen mit Klondike) (1953) oder Only a Poor Old Man (Die Mutprobe) (1952) demonstrieren, was sein Werk ausmacht: die Verschmelzung von komischer Alltagserfahrung und großer Weltgeschichte. In der Episode der „viereckigen Eier“ aus den Anden liegt eine feine Satire auf Kolonialismus und kulturelle Missverständnisse; im Klondike-Abenteuer blitzt Dagoberts Vergangenheit als romantischer Glückssucher auf, die ihn zu dem hartherzigen Kapitalisten machte, der er geworden ist; und in der Geschichte vom „armen alten Mann“ wird sein Reichtum zu einem melancholischen Symbol, das weniger Besitz als Erinnerung bedeutet. Schon hier offenbart sich, dass die Ducks keine eindimensionalen Karikaturen sind, sondern Figuren, in denen sich Menschheitsthemen bündeln: Arbeit und Scheitern, Gewinn und Verlust, Erinnerung und Sehnsucht.

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