Die drei ??? und der seltsame Wecker / Robert Arthur

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Der seltsame Wecker

Dieser neunte Titel der Drei Detektive und der vorletzte aus der Feder des Schöpfers der Reihe, Robert Arthur, zeugt vom vollen Vertrauen des Autors in seine eigene Erfindungsgabe, die er seit dem fünften Titel, Der verschwundene Schatz (1966), mit wachsender Meisterschaft unter Beweis gestellt hat.

Jeder dieser Fälle hat gezeigt, dass er ein besonderes Gespür dafür hat, aus etwas Ungewöhnlichem eine interessante Untersuchung zu machen – Papageien, die berühmte Zitate sprechen, seltsame Rätsel usw. -, aber die Verwendung der schreienden Uhr ist vielleicht die bisher einfallsreichste. Und das Beste daran ist, dass es nicht nötig ist, sich an fremde Orte zu begeben, wie es in den früheren Büchern Der grüne Geist (1965) und Die silberne Spinne (1967) mit mäßigem Erfolg der Fall war. Was hier geschieht, ist spannend und mehr als gut genug, um in den eintönigen Straßen von Rocky Beach zu spielen.

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Die drei ??? und die silberne Spinne / Robert Arthur

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Die silberne Spinne

Interessanterweise verlassen die drei Detektive in diesem Buch zum ersten Mal Amerika und reisen in das siebtkleinste Land der Welt namens Varania. Wer sich jetzt fragt, wovon ich spreche: Genau. Die ohnehin schon schlechte Übersetzung der ganzen Serie setzt hier noch einen drauf und ändert unsinnigerweise gleich den ganzen Schauplatz und nennt ihn Magnusstad, das in Texas liegt. Diese Änderung macht die ganze Geschichte zu einem völligen Blödsinn, denn hier gelten eigene Gesetze, die in Texas sicher nicht so ohne weiteres gelten würden. Natürlich sind beide Begriffe fiktiv, aber so in ein Werk einzugreifen, zeugt von einer tiefen Respektlosigkeit, oder besser gesagt, man hielt die deutschsprachigen Kinder der damaligen Zeit wohl für komplette Idioten.

Dabei ist die Geschichte ein wahres Vergnügen. Gleich auf der ersten Seite rammt Morton mit seinem vergoldeten Rolls Royce beinahe die Limousine von Lars Holmqvist, dem jugendlichen Erben der Magnus-Werke. Hier hat man aus dem jugendlichen Prinzen Djaro von Varania einfach einen Schweden gemacht. Und mit einem Prinzen aus Varanita macht die ganze Szenerie plötzlich mehr Sinn als mit einer schwedischen Enklave mitten in Texas!

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Die drei ??? und der Fluch des Rubins / Robert Arthur

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Der menschliche Geist ist besessen von Mustern. Sobald wir sie in der Natur erkennen, ergeben sie unweigerlich einen Sinn; sei es der Goldene Schnitt in den Keimspiralen im Kopf einer Sonnenblume, oder die Strömungsdynamik bei der Bildung von Sanddünen – Mustern kann man nur schwer widerstehen.

Bis dahin war Robert Arthurs Serie mit Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews unter dem Namen Die drei Detektive einem eigenen Muster gefolgt: Das Gespensterschloss (1964), Die flüsternde Mumie (1965) und Der verschwundene Schatz (1966) – bekannt als Die ungeraden Nummern – waren sehr gut; Der Super-Papagei (1964), Der grüne Geist (1965) und Die Geisterinsel (1966) – auch bekannt als Die geraden Nummern – waren, äh, weniger gut. Nicht unbedingt schlecht, aber definitiv der schwächere Arm der Serie. Der Fluch des Rubins (1967) ist das siebte Buch der Reihe, und jetzt stehen wir vor den Frage, ob sich das Muster in der Qualität der Nummern hier bestätigt? (Da sich die deutsche Erscheinungsweise vom Original unterscheidet, sollte man sich immer – wie wir hier – um die eigentliche Zählung kümmern. Okay, die deutsche Übersetzung ist ohnehin eher schlecht, aber wir haben nun einmal nichts anderes, und um ehrlich zu sein, gewöhnt man sich irgendwie daran).

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Jim Butcher: Geistergeschichten (Die dunklen Fälle des Harry Dresden 13)

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Geistergeschichten

In der Dresden-Files-Reihe sind wir nun bei Buch 13 angekommen und im Gegensatz zu vielen langlebigen Serien, die sich irgendwann in Wiederholungen ergeben und nicht wissen, wie sie weitermachen sollen, ist das für Jim Butcher überhaupt kein Problem. Von Beginn an, namentlich der Sturmnacht, zieht Butcher sein Projekt hoch und wird von Buch zu Buch besser, bis er irgendwann ein Plateau erreicht, auf dem die besten Teile miteinander tanzen, ohne sich etwas zu nehmen. Wer vielleicht nur das erste oder zweite Buch gelesen hat, wird kaum verstehen, warum die Dresden-Files das beste sind, was die Urban Fantasy zu bieten hat. Das mag daran liegen, dass Butcher die Welt, mit der wir es hier zu tun bekommen, sorgfältig vorbereitet. Die Leser werden nicht einfach in irgendetwas hineingeworfen, das sie dann mühevoll herausfinden müssen. Alles beginnt interessant und spannungsgeladen, aber noch nicht auf dem höchst möglichen Niveau. Doch darüber sind wir längst hinaus, und so ist Geistergeschichten ein weiteres Monument der Saga um den unaufhaltsamen Magier aus Chicago. Wobei… unaufhaltsam? Nicht ganz, denn Harry Dresden ist tot. Er starb im letzten Band Wandel.

Im Laufe von 13 Romanen, in einem sich ständig erweiternden Universum von Magiern, Vampiren, Dämonen, Mystikern und Feen, hat sich Dresden im Umgang mit den Gesetzen der paranormalen Welt ziemlich gut bewährt. Früher hatte er ein ganz normales Büro, in dem Klienten erschienen (übernatürliche und andere), die ihn darum baten, den Müll, der seine Stadt bedrohte, aus dem Weg zu räumen. Und Harry rettete am Ende des Tages wieder einmal die Welt. Für Harry lief alles mehr oder weniger wie immer – mit anschwellender Tendenz zum unmöglichen. Bis zu seinem Mord.

Als Geist bekommt Harry die andere Seite von Chicago zu sehen. Es ist eine Seite, die in den 13 Romanen von zwar mehrfach erwähnt, aber nie vollständig beschrieben wurde. Dieses Zwischenspiel bietet dem Autor die Möglichkeit, seine Welt aus einer anderen Perspektive zu betrachten und einen neuen Bogen für die Serie zu schlagen. Auf der anderen Seite trifft Harry auf alte Freunde, die ihre „Fleischanzüge“ schon vor langer Zeit aufgegeben haben. Es gelten neue Regeln, wenn man nicht mehr körperlich anwesend ist, aber mit der Zeit und ein wenig Übung gelingt es Harry, seine neu gewonnenen Fähigkeiten genauso zu beherrschen wie die Magie, die er zu Lebzeiten zur Verfügung hatte. Diese Parallele zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Ironischerweise erfahren wir erst jetzt, da der Held tot ist, wie er zu dem Mann wurde, der er einst war. Und das ist sicher eines der zahlreichen Highlights hier.

Im Leben und im Tod, bei jeder Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, gibt es einen Raum für das Bedauern: für Verlust, für Leid, für Schmerz und Versagen. Im Laufe von Geistergeschichten findet Harry heraus, wer und was er ist, und vor allem, was er getan hat. Die Menschen in seinem Leben, seine Erfahrungen mit ihnen sind unauslöschlich. Sie haben ihn beeinflusst, so wie seine Anwesenheit auch sie beeinflusst hat. Als er sechs Monate nach seinem Tod nach Chicago zurückkehrt, mag es Harrys oberstes Ziel sein, seinen Mörder zu finden, doch sein unveränderliches Ziel ist es, diejenigen zu schützen, die ihm wichtig sind. In der kurzen Zeit, in der er „nicht anwesend“ war, hat sich viel verändert, und zwar nicht zum Besseren. Seine langjährige Freundin Murphy hat wegen Harry ihren Job bei der Polizei verloren. Sie ist abgehärtet, fast rücksichtslos in ihren Urteilen und tut alles, was nötig ist, um die nächtlichen Bedrohungen einer Stadt im Niedergang zu bekämpfen. Molly, Harrys Lehrling, wurde gezwungen, die Verantwortung eines vollwertigen Magiers zu übernehmen. Sie ist unvorbereitet, ihr Verstand ist angeknackst, und sie wird dazu getrieben, die Gesetze der Zauberer und der Menschen zu missachten.

Andere langjährige Fan-Lieblinge wie die Alphas (ein Team von Werwölfen), Father Forthill (ein Priester mit einem tiefen Verständnis für das Paranormale), Daniel Carpenter (der riesenhafte Bruder von Molly) und Butters, der Gerichtsmediziner, tauchen alle in dieser Geschichte wieder auf. Und der Geisterflüsterer Mortimer Lindquist spielt sogar eine Hauptrolle und es wird klar, dass Harry sich auch in ihm geirrt hatte. Und auch wenn sein Bruder Thomas oder Gentleman Marcone nicht als handelnde Figuren dabei sind, werden sie zumindest erwähnt und wir wissen, was sie gerade tun.

Eine gefährliche Nekromantin kehrt zurück, um sich an den Seelen der Toten zu laben. Kleine Zauberer führen Banden von Kindern an und versuchen, die Machtlücke zu füllen, die mit der Vernichtung des Roten Hofes der Vampire einhergeht. Da Harry nicht in der Lage ist, sich durch seine Feinde zu prügeln, muss Harry seine Probleme mit anderen Mitteln lösen. Er hat mehr Zeit zum Nachdenken während er versucht, sich mit den Ereignissen zu versöhnen, die zu seiner aktuellen Krise geführt haben. Nachdem eines ihrer Teammitglieder bei einem Angriff auf ihr Haus verletzt wurde, ist Murphy bereit, erst zu schießen und dann Fragen zu stellen.

Offenbar war dies die Rolle, die Harry bis dahin eingenommen hatte. Es war die Rolle, die schließlich zu seinem Tod führte. Da Harry die Attentäter aufspüren kann, bekommt er Einblick in eine Situation, die er selbst gut genug kennt. Die Kinder, die dieses Attentat verübten, wurden von einem zweitklassigen egomanen Magier dazu gezwungen. Harry hat Mitleid mit ihnen, Murphy allerdings nicht. So entsteht fast ein Rollentauch, den in den vorherigen Büchern war es stets Murphy, die Harry bremsen musste.

Harrys Unfähigkeit, zu handeln, gibt ihm die Möglichkeit, seine Prioritäten neu zu überdenken. Nachdem ihm sein eigenes Leben genommen wurde, empfindet er eine neue Verachtung für diejenigen, die andere kontrollieren und ohne Rücksicht töten: 

„Wenn man jemandem den Willen nimmt, nimmt man ihm damit die Identität. Das ist schlimmer als Mord, denn wenn man jemanden umbringt, leidet dieser Mensch wenigstens nicht mehr.“

Während Harry sich langsam weiterentwickelt, bleiben seine Welt und seine Gegner weitgehend gleich. Genre-Literatur hat das wenig beneidenswerte Ziel, die Erwartungen der Fans zu erfüllen. Die Fans erwarten bestimmte Elemente und Charaktere: eine Prise übernatürliche Action, einige witzige Bemerkungen und Anspielungen auf die Popkultur, eine ständig wachsende und verschlungene Mythologie und eine Reihe von Figuren, die ihnen vertraut, wenn auch nicht immer sympathisch sind. Die Veränderung von Harrys körperlichem Zustand ändert nicht viel an seiner Persönlichkeit oder seinem detektivischen Konzept. Er ist vielleicht ein bisschen introspektiver als im ersten Buch, eine natürliche Entwicklung des Älterwerdens, aber er ist immer noch derselbe Klugscheißer. Es gibt neue Hindernisse, die es zu überwinden gilt, neue Methoden im Umgang mit Widersachern, aber nichts allzu Radikales. Diejenigen, die die Serie bereits verworfen haben, werden hier wahrscheinlich nichts finden, was sie wieder anlockt; bei so viel Hintergrundgeschichte sollten diejenigen, die die Dresden-Files noch nicht kennen, woanders anfangen. Für die Anhänger der Serie dürfte es ein angenehmes Vergnügen sein, zu sehen, dass die Serie eben nicht einfach mit dem Tod des Helden endet. Der Fortgang der Handlung fühlt sich eher wie ein Seitenschritt als ein Sprung nach vorn an. Trotz der unklaren Position des Helden ist es klar, dass diese Serie weiterleben wird, solange die Fans zufrieden sind.

Jim Butcher: Wandel (Die dunklen Fälle des Harry Dresden 12)

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Statt langsam an Qualität abzunehmen, wie es vielen Serien fast zwangsläufig nach einem längeren Zeitraum passiert, ist es bei den Dresden Files genau umgekehrt. Mindestens seit Grabesruhe oder Silberlinge wird die Serie von Buch zu Buch immer besser, und das, obwohl sie bereits einen starken Start hinlegte. Doch da konnte man sich noch nicht einmal ansatzweise vorstellen, wohin das alles führen würde. Im zwölften Band fackelt Jim Butcher nicht lange und bricht gleich im ersten Satz mit der Tür ins Haus:

Ich ging ans Telefon, und Susan Rodriguez sagte: „Sie haben unsere Tochter entführt.“

Es dürfte sich von selbst verstehen, dass man hier nicht einsteigt, sollte man die Serie aus irgendwelchen fadenscheinigen Gründen nicht kennen. Der Titel passt hier wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge: Alles steht hier im Zeichen des Wandels, tatsächlich in jeglicher Form.

Geplantes Blutfest

Arianna Ortega, Vampirin vom Roten Hof, macht Harry für den Tod ihres Mannes verantwortlich – und sie sinnt auf Rache. Ihre Entdeckung, dass Susan Rodriguez Harry eine Tochter geboren hat, war ein unerwartetes Geschenk. Als Nächstes entführt Arianna das Mädchen und plant, ihr Blut in einem groß angelegten Opferritual zu verwenden, um Harry, Susan und ihre Tochter zu töten.

Harry ist sowohl emotional als auch von der Waffenstärke her völlig unvorbereitet. Susan war nach einem Angriff seiner Feinde, der sie mit einem Vampir-Fluch belegt hatte, nach Südamerika verschwunden. Und da zwischen dem Weißen Rat der Zauberer und dem Roten Hof ein Waffenstillstand herrscht, ist die Verstärkung durch seine „eigenen Leute“ sehr dünn gesät, um nicht zu sagen – gar nicht vorhanden.

Eine neue Quelle der Macht

Da es um nichts Geringeres als Leben seines Kindes und Susans Menschlichkeit geht, und außerdem sein eigener Tod droht, muss Dresden eine neue Quelle der Stärke finden. In der Vergangenheit gab es immer eine Grenze, die Harry nicht überschreiten wollte. Obwohl ihn finstere Mächte immer wieder in Versuchung geführt haben, hat er sich nie der vollen Wut seiner eigenen, unausgeschöpften dunklen Kräfte hingegeben. Aber damals stand ja auch nur sein eigenes Leben auf dem Spiel.

Wir haben hier natürlich Harry Dresden vor uns, aber es ist ein Harry, wie ihn die Leser noch nie gesehen haben. Er verändert sich buchstäblich vor unseren Augen, während er seine bisher schwierigste Mission in Angriff nimmt: die Rettung seiner Tochter aus den Fängen der Vampire des Roten Hofes.

Ein neuer Handlungsstrang

Bei früheren Romanen dieser Reihe wurde unter anderem kritisiert, dass sich Butcher zu viel Zeit gelassen hat, um einen langjährigen Handlungsbogen über eine mysteriöse Gruppe schwarzer Magier (bekannt als der Schwarze Rat) auszubauen, die möglicherweise die höchsten Ebenen des Weißen Rates der Zaubererwelt infiltriert haben. Dieser Handlungsstrang wird für die Änderungen hier erst einmal beiseite gelegt, und an seine Stelle tritt ein überraschender neuer Handlungsstrang über die junge Tochter, von der Harry nie wusste, dass er sie hat, die sich in den Händen der Vampire des Roten Hofes in Lebensgefahr befindet. Damit hat der Leser ganz sicher nicht gerechnet!

Butcher lässt nicht lange auf sich warten und überrascht sowohl die treuen Leser der Serie als auch Harry auf der ersten Seite des Romans mit der Nachricht, dass er Vater geworden ist und seine Tochter entführt wurde. Von da an lässt er die dramatische Spannung und das Tempo des Romans auf den nächsten rund 400 Seiten nicht mehr nach.

Harry Dresden hat in seiner Karriere als Magier sicherlich schon große Herausforderungen gemeistert. Er ist vielleicht nicht immer mit heiler Haut davongekommen, aber er hat seine Begegnungen mit Dämonen, Hexenmeistern, Zombies, Feen und Gespenstern immer gewonnen. Diesmal scheint alles gegen ihn zu stehen. Sein Feind ist gewaltig – die alte herrschende Vampir-Elite des Roten Hofes, seine Verbündeten sind dünn gesät – ganz zu schweigen davon, dass sie waffentechnisch unterlegen sind. Die Verzweiflung führt ihn auf seinen bisher dunkelsten Weg und bringt ihn weit weg vom braven Harry, der in den ersten Büchern dieser Reihe zu finden war.

Wandel ist ein entscheidender Roman für die Dresden Files und enthält auch einige von Jim Butchers besten Passagen in der Serie. Der verworrene Handlungsstrang ist gut durchdacht und verschleiert den schockierenden Höhepunkt der Geschichte auf angemessene Weise, während es an Witz und Zauberei nicht mangelt, um wie immer – bei aller Dramatik – auch unterhaltsam zu sein. Vampirfans kommen hiervoll auf ihre Kosten, denn dies ist eine der vampirzentriertesten Geschichten der Serie überhaupt. Hartnäckige Vampir-Attentäter sorgen für reichlich Gefahr für Harry und seine Freunde – das mystische Maya-Thema für den Hof der Roten Vampire ist nur ein spannender Bonus für Fans des Übernatürlichen.

Wandel ist erneut ein fantastischer Roman, der die Fans der Dresden Files garantiert nach mehr verlangen lässt. Ganz zu schweigen davon, dass er sie mit Fragen zurücklässt wie „Wohin wird Harry von hier aus gehen?“ und „Wie weit kann er einen solch dunklen Pfad überhaupt beschreiten?“

Die drei ??? und der verschwundene Schatz / Robert Arthur

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Diesmal beginnt das Abenteuer in einer lokale Ausstellung der sagenhaft teuren Regenbogenjuwelen, deren Herkunft ungeklärt ist, die aber einen hohen kulturellen Stellenwert genießen. Und Just – in Holmes’scher Manier ruhelos und zerstreut, ohne einen Fall, der ihn beschäftigt – macht ein Gedankenexperiment, wie man sie stehlen könnte:

»Im Raum mit den Juwelen befinden sich ständig mehrere Aufseher. Im Büro der Verwaltung wird die Regenbogen-Sammlung über eine Fernsehkamera ununterbrochen auf einem Monitor beobachtet. Nachts wird der Raum mit einem Gitterwerk aus unsichtbaren Strahlen durchschossen. Würde einer dieser Strahlen durch einen Eindringling unterbrochen, so würde dies ein lautes Warnsignal auslösen. Außerdem sind in das Glas der Schaukästen dünne Drähte eingelassen, die ebenfalls mit dem Warnsystem verbunden sind. Zerbricht eine Scheibe, so schrillt der Alarm los. Die Anlage wird von einem unabhängigen Stromnetz gespeist, so daß sie auch dann noch funktioniert, wenn zum Beispiel ein heftiger Sturm die allgemeine Stromversorgung unterbricht.«
»Also kann sie auch keiner stehlen!« sagte Peter, nun völlig überzeugt
.

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Die drei ??? und der grüne Geist / Robert Arthur

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Der Anfang ist vielversprechend: In media res werden Peter Shaw und Bob Andrews von einem markerschütternden Schrei aufgeschreckt, als das alte Herrenhaus der Greens abgerissen wird, um auf dem Grundstück ein neues Gebäude zu errichten. Anscheinend gab es in den sechziger Jahren keine Schutzzäune um die Gebäude, denn der Lärm lockte eine Gruppe von Männern an, die zusammen mit Pete und Bob das Haus betraten und dort einen smaragdgrünen Geist erblickten, der auf dem staubigen Boden keine Fußspuren hinterließ:

Ein grüner Schimmer, kaum wahrnehmbar, verharrte neben einer Tür. Dann wurden die Umrisse klarer. Eindeutig war eine menschliche Gestalt in grünen, fließenden Gewändern wie denen eines chinesischen Mandarins zu erkennen. … Die geisterhafte Gestalt begann sich zu bewegen. An der Wand entlang glitt sie bis ans andere Ende des Flurs. Dort schien sie um die Ecke zu biegen und war gleich darauf verschwunden.

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Die drei ??? und die flüsternde Mumie / Robert Arthur

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In ihrem Hauptquartier erhalten die drei Detektive zwei Briefe: Einer stammt von einer wohlhabenden Dame mittleren Alters, die von ihrem Erfolg bei einem ihrer früheren Fälle gehört hat und ihre Dienste in Anspruch nehmen möchte, um ihre verschwundene Katze zu finden. Pete und Bob üben ihre Kombinationsgabe an dem Brief, bevor sie ihn lesen, was zu einer amüsanten Holmes-Szene führt.

Der Inhalt des zweiten Umschlags stellt das Detektivtrio jedoch vor ein bizarres Problem, das direkt aus einer Geschichte von John Dickson Carr stammen könnte. Zu einem scheinbar übernatürlichen Phänomen gesellt sich eine besondere Situation, die man wohl als Problem mit einem verschlossenen Raum bezeichnen könnte.

Der Name, der oben auf dem teuren Briefpapier eingraviert ist, stammt von Alfred Hitchcock, dem berühmten Filmregisseur, der einen Freund hat, der ihm von einem seltsames Problem berichtet, das ihn interessieren könnte: Eine 3000 Jahre alte Mumie hat in einer längst ausgestorbenen Sprache geflüstert!

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Jim Butcher: Verrat (Die dunklen Fälle des Harry Dresden 11)

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Schon immer gab es Gerüchte über einen Verräter im Weißen Rat, und der elfte Band der dunklen Fälle des Harry Dresden beschäftigt sich genau damit. Hier wird uns wieder einmal vor Augen geführt, dass Harry in erster Linie ein knallharter Privatdetektiv ist, was aber keineswegs bedeutet, dass die Fantasy-Elemente zu kurz kommen. Ganz im Gegenteil. Auch in diesem Buch wird das gewohnt hohe Niveau der Reihe gehalten, das seit dem vierten Band praktisch ununterbrochen anhält und sogar noch zunimmt. Allein aus diesem Grund ist es fast nicht zu glauben, dass erst der zwölfte Band als derjenige gilt, der geradezu galaktische Höhen erreichen soll. Wir werden sehen …

Morgan in Nöten

Erinnern wir uns zunächst an den Ausgangspunkt: Harry hat in seiner Jugend gegen eines der Gesetze der Magie verstoßen, die der Weiße Rat der Zauberer aufgestellt hat. Der Weiße Rat hat im Grunde nichts mit Gerechtigkeit zu tun, auch wenn man das glauben mag. Nicht selten werden Unschuldige geköpft, weil es nur um die Verhältnismäßigkeit der Macht geht. Die Strukturen sind archaisch, kleinlich und verabscheuungswürdig, aber eben auch realistisch. Das Brechen einer Regel führt unweigerlich zum Tod, aber ein freundlicher Mentor lehrt Harry, was richtig und was falsch ist, und überzeugt den Rat, ihm Bewährung zu gewähren. Der Wächter Morgan beobachtete Harry jahrelang und wartete nur darauf, ihn bei der kleinsten Verfehlung hinrichten zu können. Als dieser Wächterkollege und Erzfeind schwer verletzt vor Harrys Tür steht, bittet er ihn, ihn vor dem Weißen Rat zu verstecken. Harry ist versucht, diese Bitte zu ignorieren, aber sein „blutendes Herz“ zwingt ihn, sich Morgans Geschichte anzuhören.

Es stellt sich heraus, dass Morgan gerade aus dem Gefängnis geflohen ist. Dort wartete er auf seine Verurteilung wegen Mordes an Aleron LaFortier, einem der sieben mächtigsten Zauberer des Planeten.

Morgan behauptet, man habe ihn reingelegt – obwohl er mit der Waffe über die Leiche gebeugt aufgefunden wurde. Eine Untersuchung brachte weitere belastende Beweise ans Licht, darunter mehrere Millionen Dollar, die kürzlich auf Morgans Bankkonto eingezahlt wurden. Morgan behauptet, dass der Mörder unter den Ratsmitgliedern ist, und er will, dass Harry herausfindet, wer es ist.

Magisches Chaos

Harry zögert, sich darauf einzulassen, denn sein Verhältnis zu Morgan ist nicht das beste. Der „unbarmherzige Morgan“, der für die Einhaltung der Regeln eintritt, hatte einst Harrys Hinrichtung gefordert, weil er gegen eine Grundregel der Magie verstoßen hatte. Außerdem ist Harry aufgrund früherer Vergehen das unbeliebteste Mitglied des Rates, dessen Regeln er oft umgeht, um das Richtige zu tun. Wenn er dabei erwischt wird, wie er Morgan Unterschlupf gewährt, läuft er Gefahr, als Mittäter abgestempelt und ebenfalls hingerichtet zu werden. Schließlich beginnt er mit seinen gefährlichen Ermittlungen. Die Spuren führen ihn in ein Labyrinth aus Betrug, magischem Chaos und unerwarteten Allianzen.

Je tiefer Dresden in die Materie eindringt, desto mehr Verschwörungen und Gefahren entdeckt er, die nicht nur den Rat, sondern die gesamte magische Welt bedrohen. Meisterhaft spinnt Butcher ein komplexes Netz aus Geheimnissen und Enthüllungen und lässt die Leserinnen und Leser über die wahren Motive hinter den Anschuldigungen und die Identität des wahren Täters rätseln.

Im Verlauf der Geschichte mischt Butcher wie gewohnt nahtlos actionreiche Sequenzen mit Momenten der Selbstreflexion, während Harry sich sowohl magischen als auch persönlichen Herausforderungen stellen muss, da sich seine Welt zunehmend in eine Richtung verändert, die er immer weniger kontrollieren kann.

„Verrat“ bietet nicht nur ein Katz-und-Maus-Spiel, sondern vertieft auch die Mythologie der Dresden-Reihe. Butcher entwickelt die übergreifende Erzählung geschickt weiter, indem er Enthüllungen einführt, die in der gesamten magischen Welt nachhallen und den Weg für weitere Abenteuer und Umwälzungen in den kommenden Teilen ebnen.

Die drei ??? und der Super-Papagei / Robert Arthur

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Ich möchte nicht den Eindruck erwecken, dass das Buch ein völliger Fehlschlag ist – es hat einige interessante Ideen, und der Ton ist viel zuversichtlicher als im Eröffnungsband Das Gespensterschloss -, aber es leidet unter dem Syndrom des schwierigen zweiten Romans, weil es versucht, uns etwas Neues zu geben und gleichzeitig die wesentlichen Konstanten zu schaffen, die notwendig sind, um in einem so frühen Stadium einen Eindruck von einer geplanten Serie zu vermitteln.

Als Justus Jonas und Peter Shaw Malcolm Fentriss aufsuchen, nachdem sie am Ende des vorigen Buches erfahren haben, dass sein Papagei verschwunden ist, treffen sie dort auf einen dicken Mann, der sich als Mr. Fentriss ausgibt, aber nicht Mr. Fentriss ist. Er teilt ihnen mit, dass sein Papagei von selbst zurückgekommen sei und sie ihn nicht suchen müssten, und die Jungen gehen wieder. So weit, so normal.

Von da an geht es Schlag auf Schlag, denn irgendetwas stimmt hier nicht, und so kehren Just und Pete noch einmal zu dem Haus zurück, wo sie den echten Fentriss gefesselt und geknebelt vorfinden und feststellen, dass sein Papagei immer noch fehlt.

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