Tausend Fiktionen

Schlagwort: Thriller (Seite 6 von 7)

Das uns allen vertraute Genre des Thrillers zeichnet sich durch seine Ungewissheit und die ständige Erregung der Sinne aus, die zusammen ein gemischtes Gefühl von Beklemmung und Erstaunen, durchsetzt mit Furcht und sogar Angst, erzeugen.

Dunkelschnee / Samuel Bjork

Der vierte Roman der norwegischen Munch-Reihe, der mit „Wolf“ übersetzt werden kann, bei uns aber „Dunkelschnee“ genannt wird, ist eigentlich ein Prequel zu den laufenden drei Romanen, oder besser: es ist der Roman, der erzählt, wie Mia Krüger zum Team von Holger Munch stieß, und damit eigentlich der erste Band der Reihe.

Der 2015 veröffentlichte und bei uns 2018 erschienene Debüt-Thriller „Engelskalt“ von Samuel Bjørk (ein Pseudonym für Frode Sander Øien), war ein sofortiger Erfolg und markierte seinen internationalen Durchbruch als Autor, nachdem er als Musiker mehrere Alben veröffentlich hatte.

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Von Hier bis zum Anfang / Chris Whitaker

Whitaker

Mit seinem dritten Roman „We begin at the End“ hat Chris Whitaker die weltweite Aufmerksamkeit auf sich gezogen.  Der Autor lebt in Großbritannien, siedelt seine Romane aber mit präziser Genauigkeit in den ländlichen Vereinigten Staaten an. Oft genug ist es ja gerade andersherum.  Er gewann in diesem Jahr nicht nur den Gold Dagger der Crime Writers Association, sondern wurde von vielen Fachmagazinen als bester Thriller des Jahres ausgezeichnet. Und heute schließe ich mich dem an. Erschienen ist das Buch bei Piper.

Abgesehen davon, dass der Titel „Von hier bis zum Anfang“ nur schwer mit „Wir beginnen am Ende“ zu identifizieren ist, ist der Inhalt für heutige Verhältnisse gut übersetzt. Ich hadere lediglich damit, einen Titel, der wesentlicher Bestandteil des Werkes und des Inhalts ist, derart falsch widerzugeben.

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James Bond (Lizenz zum Erfolg)

Jede Epoche hat ihren Bond

Casino Royale bei Penguin

Ian Flemings James Bond ist eine der bekanntesten und erfolgreichsten Ikonen der modernen Populärkultur. Die Romane haben sich über 100 Millionen Mal verkauft, und das Film-Franchise ist das zweiterfolgreichste der Geschichte, nachdem es durch die Harry Potter-Reihe abgelöst wurde. Für die meisten Leser und Zuschauer ist 007 nur eine westliche Pop-Ikone. In den Romanen und Filmen gibt es jedoch tiefere Unterströmungen, Themen, Symbole und Botschaften, die als psychologische Kriegsführung und Propaganda in eingehenden semiotischen Analysen bestätigt wurden und die vor allem der Semiologe und Autor Umberto Eco akribisch untersuchte. Erst ab diesem Zeitpunkt wurde Bond zum Gegenstand des akademischen Interesses und der literarischen Seriosität.

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Billy Summers / Stephen King

In einer begeisterten Rezension schrieb John Dugdale von der Sunday Times: „Diszipliniert, aber abenteuerlich, gleichermaßen gut in Actionszenen und tiefgründiger Psychologie, zeigt King mit diesem Roman, dass er mit 73 Jahren ein Schriftsteller ist, der wieder auf der Höhe seines Könnens agiert.“

Neil McRobert vom Guardian nannte es Kings „bestes Buch seit Jahren“ und lobte seine „eigene Art eines kräftigen, übersteigerten Realismus“.

Seit fünf Jahrzehnten dominiert Stephen King das literarische Erzählen und mit Billy Summers wandert dieser einzigartige Autor weiter auf jenem Pfad, der schon länger vorhanden ist, den er aber mit „Mr. Mercedes“ eindeutig eingeschlagen hat.

Stephen King kennt das Verbrechen. Er ist mit Pulp-Legenden wie Richard Stark und John D. MacDonald aufgewachsen. Um die Wahrheit zu sagen: er war schon immer ein wirklicher Noir-Fan.

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Höllenjazz in New Orleans / Ray Celestin

New Orleans, Mai 1919. Ein mysteriöser Mörder geht um, den man den Axeman nennt. Ähnlich wie im Fall Jack the Ripper gibt es einen Spottbrief, den er an die ansässige Zeitung schickt (beim Ripper war es die Polizei selbst, an die die Briefe adressiert waren), und ähnlich wie Jack the Ripper gab es den Axeman wirklich, auch er wurde nie gefasst, die Morde hörten einfach auf.

Bei seinen brutal verstümmelten Opfern hinterlässt er stets eine Tarotkarte.

Die Ermittlungen werden von drei unterschiedlichen Seiten aufgezogen. Da sind Detective Lieutenant Michael Talbot, der ehemalige Polizist und Mafioso Luca D’Andrea, der frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde, und Ida Davis, eine Sekretärin der örtlichen Zweigstelle der Detektei Pinkerton, die unabhängig voneinander die Morde untersuchen.

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Um Mitternacht / Augusto Cruz

Alte Sendung aus dem „Phantastikon-Podcast“

Augusto Cruz García-Mora hat mit diesem Roman Ehrgeiz und Mut gezeigt, der eine Mischung aus Detektivroman und kinematografischem Delirium mit einem Hauch Abenteuergeschichte darstellt, gespickt mit einer traumartigen Fantasie. Vielleicht finden Stummfilmliebhaber auf diesen seltsamen Seiten eine gewisse emotionale Komplizenschaft und wissen den Roman sogar noch mehr zu schätzen.

Und damit begrüße ich euch zu einer weiteren Buchbesprechung. Es geht um das 2015 bei Suhrkamp erschienene „Um Mitternacht“  von Augusto Cruz.

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Stilistische Bravour in Peter Straubs Geisterstunde

Alte Sendung aus dem „Phantastikon-Podcast“

Der umfassende Datenspeicher von Goodreads wirft Peter Straubs „Geisterstunde“ auf Platz 15 der größten Horrorromane aller Zeiten aus. Es gibt nur wenige Romane des Genres, die in den 70ern geschrieben wurden und den Test der Zeit so makellos bestehen konnten. Straubs großes Können und seine subtile Überlegenheit lässt fast alle Romanciers der düsteren Thematik ziemlich alt aussehen. Gegenüber den besten Horrorgeschichten haben Romane ganz allgemein kaum eine Chance, aber die Handvoll überragende Werke, die es da draußen gibt, stehen jeder Bestenliste gut zu Gesicht. So natürlich auch dieses, obwohl es nicht mein Lieblingsbuch von Straub ist.

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