Skizze
Alles, was wir herstellen, hat einen Geist (innewohnen). Die Atome wollen zusammendrängen, sie wollen sich vereinen. Warum nur?
Alles, was wir herstellen, hat einen Geist (innewohnen). Die Atome wollen zusammendrängen, sie wollen sich vereinen. Warum nur?
Die Ewigkeit ist absolute Bewegung, die selbst nichts mehr bewegen kann und die allein im Licht manifestiert ist. (Wo bist du?) Die masselosen Photonen könnten ebensogut als Stillstand ausgelegt werden, so dass Ewigkeit und absolute Bewegung zusammenfallen; Ewigkeit und Gegenwart als ein und derselbe Zustand (Plotin); oder: »Die Ewigkeit ist gegenwärtig überhaupt«; (Hegel).
Die Stunden tobten unter dem Eis. In Wärme nur, in Wärme nur: da könnten sie explodieren, doch bleiben unter Schollen; da geht es langsamer zu, langsamer die Welt, das Ganze, langsamer der Klang, die Fasern, das Echo, die Rückkehr dessen, was an der Oberfläche sucht; kriechender Nebel, immer entlang der tellurischen Ströme. Was lebt, ist wärmer; ich …, und das, was schmilzt, prallt ab, kommt nicht näher, kann nicht; nichts verbindet sich, stößt ab, wendet sich um, tastet fingerlos in Schwaden hinein, die aus mir bestehen. Ichgeist, spuke ich, gehe ich in Häuser; warte auf mich im Stroh! Meine Städte aus Schorf, Blumentöpfe im Garten; Felder Strunk; aus Nadeln spitzer Pflanzen perlt ockern der Duft des Narkotikums,vermischt sich mit den tobenden Stunden unter dem Eis; dein Azur ist Kälte. (Wo du bist?).
Das Vehikel, gefunden im Schrott der hiesigen Straßen, tauchte brummend empor wie eine Halluzination, postgelb zerhaut der Rumpf des schimpflichen Gefährts, die trübe Ästhetik, rollende Ankunft, Ausfahrt Nirgendwo West, City im Delirium, Katzen speisen Mäuse, ungesehen, kein Strafmaß, wenn die Pelztiger beginnen zu wursten, die Mausnuss abzuhängen, unter der Erde, jeder könnte es schwören, da stimmt nichts mehr, hinein in den Wahrnehmungszwang, Menschheit verwest, verrottet wie in baldiger Zukunft, ausgestopft, ich Wahrnehmender, ich reise gern, der Liebsten entgegen, die skelettiert unter Panzerstraßen meiner Rückkehr schmachtet.
»Weißt du noch, als wir das erste Mal am Rande des verrückten Gartens…?«
Es war doch nur ein Traum, der 6000 Jahre währt.
»Wir fanden uns vor Hallen goldener Locken!«
Ich weiß nicht, wie dein Geist in diese Wolken fahren konnte.
»Liebe ist doch unendlich!« schriebst du erst später, mein Herz, erst sehr viel später.
Heute Nacht schlief ich zum Beispiel erst ein, als ich bereits wieder aufstehen wollte, gegen vier Uhr. Das sind ziemlich extreme Verlagerungen, und dementsprechend bin ich heute auf den Beinen. Aber die Sonne scheint gerade zum ersten Mal auf diese Weise durch die Fenster und kündigen den baldigen Frühling an. Zumindest ist das der Plan.

Verblüfft bin ich gegenwärtig von der baskischen Schriftstellerin Eva García Sáenz, deren „Stille des Todes“ von 2016 ich gerade lese, aber dazu werde ich gesondert noch kommen.
Mehr lesen „Verdrehte Nacht“Früh zermürbte uns der Druck, der die Seele der Familie bereits fremd machte. Wir durften nicht einmal in unserem Zimmer in die Hose scheißen und die Kackwürste dann unter das Bett werfen. Darob hab ich mir erneut an der linken Fress-Flanke, die den Kopf meint, einen Zug bei nachtoffenem Fenster geholt. Leicht nur; diesmal wirbelts von der Schläfe herunter. Beete klavierte seine fünfte tags und nachts. Mein Mantel entleimt sich und muss eventuell gegen ein neues Exemplar weichen.
Die romantische Faszination für Somnambulismus, Hypnose, bzw, organischen Magnetismus beruht auf der Vorstellung, dass sich im Zustand des ausgeschalteten Bewusstseins das Geheimnis einer tieferen Verbindung des Individuums mit der Natur und dem kollektiven Unbewussten in einer immateriellen psychischen Dynamik enthüllen lassen.
Mehr lesen „Romantische Faszination“Ich bin nun seit zwei Wochen in einer Wirrnis aus Analgetika gefangen, die den Schmerz eines eigentlich simpel klingenden Hexenschusses nicht etwa aufhebt, aber dafür die Sinne auf chemische Weise zerstäubt. Lumbago ist ein fieses Ding.