Als Kind streifte ich durch die mit Kerzen beleuchteten Korridore von Hogwarts, ritt durch die verschneiten Wälder von Narnia und stand im Schatten des Schicksalsberges. Ich war ein Bücherwurm mit einem regen Innenleben und einer tiefen Sehnsucht nach etwas, das ich nicht benennen konnte. In diesen verzauberten Welten fand ich ein Gefühl der Zugehörigkeit.
Auch als ich älter wurde, habe ich die Fantasy nicht hinter mir gelassen. Als ich jedoch einige der am meisten gelobten zeitgenössischen Werke las, wie Philip Pullmans „His Dark Materials“ oder Lev Grossmans „The Magicians“-Trilogie, war ich hin- und hergerissen. Ich liebte diese Bücher. Sie waren fesselnd und brillant geschrieben, doch als ich die letzte Seite umblätterte, blieb ein Gefühl der Leere zurück. Hinter all ihrer Raffinesse schwebte eine Atmosphäre, die das Gefühl des Staunens zu verspotten schien – jenes Gefühl, das mir die Fantasy einst so heimisch gemacht hatte.