Bramshott – Die Hauptstadt der Geister
Bramshott ist eine Gemeinde mit mittelalterlichen Ursprüngen im Bezirk East Hampshire in England. Das Dorf liegt nördlich von Liphook, fast auf halber Strecke an einer alten Postkutschenstraße, die von London nach Portsmouth führt. Das ehemalige Herrenhaus Chiltlee Manor, sowie zwei weitere Herrenhäuser sind seit dem Jahre 1086 verzeichnet und befanden sich im Besitzt von Wilhelm dem Eroberer. Die viel befahrene Straße von London nach Portsmouth machte Bramshott zu einem idealen Haltepunkt für die Wagen und Reiter, die die lange Reise antraten. Die Reisenden wurden an Ständen versorgt, die später durch Fachwerkläden und ein Gasthaus ersetzt wurden, das rund um den Platz entstand. Bis zum 14. Jahrhundert wuchs das Dorf aufgrund seiner Lage und seiner Verbindung zur Krone schnell, wurde dann aber durch den Schwarzen Tod verwüstet. Die Pest und die anschließende Erhöhung der Steuern führten dazu, dass die wenigen verbliebenen Einwohner in das nahe gelegene Dorf Liphook zogen.

Die „große Eiche“ bei der Kirche von Bramshott, die mitten auf der Straße stand, wurde nach der Pest im 14. Jahrhundert für Hinrichtungen genutzt. Das Bevölkerungswachstum in Bramshott nahm wieder zu, als die alten Fuhrwerke durch Postkutschen ersetzt wurden, die die Strecke von London nach Portsmouth befuhren. Bramshott als Postkutschenstation war um 1660 fest etabliert. Die Beliebtheit der Postkutschenhaltestelle zog bald einige der berüchtigtsten Wegelagerer Englands an.
Der Ruf der Leere
Der „Ruf der Leere“ ist ein komplexes und paradoxes Phänomen, bei dem der menschliche Geist für einen flüchtigen Moment gegen sich selbst zu arbeiten scheint, bevor das rationale Denken die Kontrolle übernimmt. Obwohl es auf den ersten Blick beunruhigend erscheinen mag, ist diese Erfahrung viel verbreiteter, als viele glauben. Zahlreiche Wissenschaftler und Philosophen haben sich mit der Frage beschäftigt, warum dieses Phänomen auftritt – doch eine eindeutige Erklärung gibt es bis heute nicht.
Vielleicht hast du es selbst schon erlebt: Du stehst an einem hochgelegenen Ort – einer Klippe, einer Brücke – und plötzlich schießt dir der Gedanke durch den Kopf: „Was wäre, wenn ich springen würde?“ Ohne eine wirkliche Absicht zu haben, spürst du diesen irrationalen Impuls. Dieses Phänomen nennt man den „Ruf der Leere“ oder auf Französisch „l’appel du vide“. Es ist aber nicht auf die Höhe beschränkt: Ähnlich aufdringliche Gedanken können sich in alltäglichen Situationen äußern, sei es der Drang, in den Gegenverkehr zu lenken, oder das plötzliche Bedürfnis, in einer stillen Bibliothek laut zu schreien. Solche Gedanken sind spontan, unwillkürlich und stehen meist in krassem Gegensatz zu unseren bewussten Absichten.
Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass der Ruf der Leere mit Suizidgedanken gleichzusetzen sei. Tatsächlich jedoch hat die Forschung gezeigt, dass suizidale Absichten selten impulsiv entstehen, sondern eher das Resultat eines längeren, tiefgreifenden Prozesses sind. Der Ruf der Leere hingegen ist kein Ausdruck eines tatsächlichen Sterbewunsches, sondern eher ein seltsamer, unbewusster Mechanismus, der uns paradoxerweise an das Leben erinnert.
Die Louisiana-Legende vom Grunch: Die halbmenschliche Bestie des Bayou
Es ist nicht verwunderlich, dass es in Louisiana wahrscheinlich mehr urbane Legenden gibt als in jedem anderen Bundesstaat der USA. Die Landschaft Louisianas ist voll von dichten, dunklen Bayous, die unzählige Geheimnisse bergen können. Die Mischung aus kreolischen und Voodoo-Einflüssen auf die Kultur Louisianas hat dem Staat und seinen Bewohnern einen ganz eigenen Charakter verliehen. Wenn es einen Staat in den Vereinigten Staaten gibt, der magisch ist, dann ist es Louisiana. Wer einmal die berühmte Stadt New Orleans besuchen will, der sollte unbedingt an einer Geistertour teilnehmen.
Bizarre Automaten
1867 fand in Paris die Weltausstellung statt, die jedes Wunder zeigte, das nach Frankreich geliefert werden konnte. Mark Twain schrieb über seine Erfahrungen dort in „Die Arglosen im Ausland“ und beschrieb John Joseph Merlins berühmteste Schöpfung:
Ich beobachtete einen silbernen Schwan, der die Anmut des Lebendigen in seinen Bewegungen besaß und eine lebendige Intelligenz in seinen Augen erkennen ließ – und sah ihn so bequem und unbesorgt dort schwimmen, als wäre er im Sumpf statt in einem Juweliergeschäft geboren worden … (Übers. M. Perkampus)
In den letzten Jahren haben Automaten einen Boom erlebt, von Steampunk-Konstruktionen bis hin zu Mecha. Aber dieses Interesse ist nicht neu: Seit Jahrhunderten richtet die Menschheit ihr Augenmerk auf die Umsetzung ihrer Ideen in Sachen Physik und Ästhetik in weitgehend nutzlose, aber fantastisch aussehende Nachbildungen der natürlichen Welt. Von Schwänen bis zu Soldaten, von Eulen bis zu Schreibern, die Welt ist ein Vorbild für mechanische Wunder (oder manchmal für einen halbwegs ordentlichen Schwindel). Hier ist ein kurzer Blick auf einige der schönsten Automaten der Geschichte.
Automaten der Antike
Diese mechanischen Wunderwerke begannen ihre Karriere nicht als überwältigendes ästhetisches Statement. Eine der frühesten bekannten chinesischen Maschinen war der Kompasswagen, ein Mechanismus, bei dem ein Männchen aus Ton als Kompass diente und der vor mehreren Jahrhunderten vor unserer Zeitrechnung benutzt wurde.

Phantasmagorie – Die Horrorshow des achtzehnten Jahrhunderts

In der Vergangenheit waren wir nicht so sehr vor dem Tod geschützt wie heute. Der Tod war nicht in klinischen Umgebungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen sicher verstaut. Oh nein – er verfolgte uns auf der Straße, er war in unserem Haus, in unserem Bett und stand in unseren Gesichtern. Vielleicht haben die Menschen deshalb schon immer nach Antworten auf die Frage gesucht, was uns erwartet, wenn wir endlich unsere sterbliche Hülle ablegen. Und während Theologen und Denker Trost spendeten und versuchten, Antworten in Form von Religion oder Philosophie zu geben, hatten die einfachen Leute Lust am Volksmärchen und Aberglauben, um das Unerklärliche zu erklären. Und das Nebenprodukt davon war die Freude an einem guten Schreck!
Als aus schön schrecklich schrecklich schön wurde
Im 18. Jahrhundert kam das Genre des Horrors in Form von Geistergeschichten und der Gothic Novel auf: Das Schloss von Otranto von Horace Walpole 1765, Vathek von William Beckford 1786 und Die Geheimnisse Udolpho von Anne Radcliffe 1794, um nur einige zu nennen. Das 18. Jahrhundert bot nicht nur die Möglichkeit, sich mit der Lektüre von Büchern über übernatürliche Ereignisse zu vergnügen, sondern auch ein interaktives Erlebnis in Form der seit den 1760er Jahren sehr beliebten phantastischen Laterna magica.
Die Phantomhände von Dartmoor
Dartmoor ist ein besonderer Ort, der ein Moor und einen Nationalpark umfasst, und so wie der Nebel aus dem Wasser aufsteigt, tun es seit langem auch die zahlreichen Geistergeschichten, die es in dieser geheimnisvollen Landschaft gibt, wo flache Hügel mit bizarren Felsen daraus hervorragen. Eine der seltsamsten Geschichten ist die von den Hairy Hands. Diese geisterhaften Gliedmaßen sollen Autofahrer und Radfahrer auf einem bestimmten Abschnitt der Straße bei Postbridge in Devon terrorisieren, indem sie das Lenkrad oder den Lenker ergreifen und sie von der Straße abbringen.
Ach, England. Das Mutterland aller Schauergeschichten!
Hairy Hands
Anfang des 20. Jahrhunderts ereignete sich auf einer einsamen Straße in Devon, England, die durch das Dartmoor führt, eine Reihe bizarrer Unfälle. Diejenigen, die überlebten, berichteten, dass sie kräftige, körperlose, haarige Hände sahen (manchmal zusammen mit Handgelenk und Unterarm), die sich an ihrem Lenkrad festhielten! So entstand die Geisterlegende der „Hairy Hands“ um diesen unheimlichen Straßenabschnitt im Dartmoor.

Der Werwolf
Wenn der Vollmond aufgeht, weiß jeder, dass er in höchster Alarmbereitschaft sein muss. Der Vollmond ist seit langem für die seltsamen Veränderungen im menschlichen Verhalten verantwortlich, wird aber vielleicht am meisten mit der Verwandlung eines besonders furchterregenden Wesens in Verbindung gebracht – dem Werwolf.

Die Hexe im Horror
Die Geschichte zeichnet ein blutiges und höchst abscheuliches Bild der modernen Hexe.
Maßgeblich daran beteiligt ist der geistesgestörte Eiferer Heinrich Kramer, der 1486 seinen Malleus Maleficarum oder Hexenhammer verfasste, in dem er die mörderische Teufelsfrau und unheilige Dienerin der gehörnten Bestie erschafft.

Angestachelt durch die sozioökonomischen Entwicklungen und die katholische Kirche, die die Gelegenheit nutzte, die einflussreiche Rolle der traditionellen Heiler zu verunglimpfen, wurden Kramers Ansichten vom Establishment übernommen. Aufgepeitscht durch die neu geschaffene Druckerpresse entstand ein Strudel der Hysterie, der fast dreihundert Jahre andauern sollte. Bis 1750 wurden allein in Europa schätzungsweise 35.000 bis 50.000 Frauen hingerichtet, überwiegend (aber nicht ausschließlich) Frauen. Eine der beständigsten Figuren des Horrorgenres war geboren.
Die Hexe der Bells
Im frühen 19ten Jahrhundert beschloss ein Mann namens John Bell dem Beispiel vieler anderer Amerikaner jener Zeit zu folgen und nach Möglichkeiten eines besseren Lebens im Westen zu suchen. Er entwurzelte seine Familie aus den Carolinas und zog in die Gemeinde Red River in Tennessee, dem heutigen Adams, Tennessee. John war in Tennessee sehr erfolgreich. Er erwarb eine große Menge Land und ein großes Haus, um seine Familie zu beherbergen. Außerdem wurde er ein hochrangiger Beamter seiner örtlichen Kirche. Leider hatte sein Erfolg einen unerträglichen Preis zur Folge.
