M.E.P.
Klauenblitz
Die Gefahr ist groß, dass sich kein Schurz mehr findet, der die Dunkelheit anficht, oder davon abhält, zu bleiben, in vielen Türmen: Hexerei! Von oben die Krallen, die einst Handfinger waren, gebeugt über das Land, mesmerisiert (Klauenblitz). Unter dem Thenar bricht der Fluch hervor (die hohen Tennen).
Korn bricht Stroh nicht, Wiesen und Flure verenden im Gestank der dunklen Wolke, die Kot ausbläst. Die Hand zittert, kein reinigendes Feuer überlebt, der Aschehuf schwelt übers Land, deine Röte glüht. Mein Haus (dein Zimmer war) wach, sinister, folgenschwer, die Plattensammlung eine Anhäufung beschmutzter Rillen. Lachst mich in der Nacht an im Traum, dann wieder Gespenster, ich trage sie durch die Schluchten meiner Fratze, in Spiegeln eine fortgestohlene Welt. Wo immer der Pechbrand Nahrung sucht, dort ist immer auch die Kantate in den Rachen gebrannt (der Rhapsode weiß nur, weil er blind).
Am Brunnen vor der Lore
Wir schmierten Welpenbutter auf ein schornsteindunkles Brot
Nichts kann uns die Nacht erklären, die im Eise schwelgt
Und sich im Fieder wiegt wie leise auch die Motten
Von Firsten bluten Hirschdämonen ihre Kabel-Adern leer
Walmblechuhren schnabeln turteltaub auf diesem Dach
An einem garngesprenkelt kühnen Silberknauf, das Tor, das Tor
Ahndungsgepeitscht, Du Miozän, goschen mundlos sich die Jäger wach
Tragen Aschefleisch durch Schimmelstein
Aus Pferdenüstern steingeworden Atem pumpt hinauf