Die völlige Vernichtung dieser Maschine

dabei wird es erforderlich sein, notwendig und wichtig, die Sprache von jedem Zweck fernzuhalten, von jeder Vereinnahmung, von jedem Ziel, von jeder Gesellschaftsfähigkeit; Sprache nämlich ist nichts über ihren Zauber hinaus, nichts außer die Magie unserer Existenz (wenn wir diese annehmen, was nicht ganz klar ist); wenn kein Körper mehr ist (wie auf einer Fotografie ist der Körper nur simuliert), bleibt eine Form bestehen, die „rein“ ist, vollkommen ungeometrisch zwar; in GrammaTau bringe ich Kunde von der Wirklichkeit, die verschwiegen wird (teils und häufig sogar aus Unkenntnis), weil sonst kein System sich mehr Sklaven generieren könnte. Es gibt durchaus einen Kampf, der hauptsächlich aus der Säuberung all dessen besteht, was unverständlich scheint, weil es nicht dem Dogma des Informationsgehalts dient, weil es dieses Dogma nicht nur umgehen will, sondern die völlige Vernichtung dieser Maschine anstrebt, weil

Ein Lob dem Horror

Das Horrorgenre kann beim Publikum ein ganzes Kaleidoskop der Emotionen hervorrufen. Grauen, Lust, Angst, Schwindel und sogar Freude gehören dazu, manchmal in paradoxen Kombinationen. Eigenartigerweise scheint es so zu sein, dass die eine Emotion, von der sich das Genre ableitet, am seltensten hervorgerufen wird. Im Klartext: Das Genre ist selten wirklich beängstigend. Tatsächlich scheint der Großteil des zeitgenössischen Horrors seinen Fokus auf andere Effekte gelegt zu haben. Viele zeitgenössische Künstler in diesem Bereich sind offenbar mehr daran interessiert zu verstören, als beängstigend zu sein.

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The VVitch – Robert Eggers‘ großartiges Debüt

2015 erschien mit The VVitch das Spielfilmdebüt des US-amerikanischen Filmregisseurs, Drehbuchbuchautors, und Szenenbildners Robert Eggers, das im Englischen A New-England Folktale heißt und im Rahmen des Sundance Film Festivals seine Premiere feierte.

VVitch

The VVitch zeigt das fromme und gottesfürchtige Leben einer Puritanerfamilie um ca. 1630. Wir sehen William (gespielt von Ralph Ineson), der samt seiner Familie, gerade erst in Neuengland angekommen, aus der puritanischen Gemeinde verstoßen wird. Weshalb? Das erfahren wir nicht. Wir sehen nur, dass ihnen der Prozess gemacht wird. Gemeinsam mit seiner Frau Katherine (gespielt von Kate Dickie) und seinen 5 Kindern (Thomasin, Caleb, Mercy, Jonas und Samuel) lässt er sich mit samt dem Hab und Gut der Familie auf einem Acker nieder, der direkt an einen Wald grenzt. Ein Wald, der ihnen im Verlauf gehörig zusetzt, beginnend damit, dass wir miterleben, dass das jüngste Kind Samuel (ein Säugling) vor den Augen des ältesten Kindes, der Tochter Thomasin (gespielt von Anya Taylor-Joy), von einer Hexe gestohlen wird. Gestohlen in dem Moment, in dem Thomasin mit ihm ein „Versteck-Spiel“ spielt, in dem sie sich immer wieder die Augen zuhält, um ihn erneut zu entdecken, nimmt sie ihre Hände beiseite, ihre Augen zu öffnen.

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Das Trickster-Phänomen in „Mein Name ist Nobody“

Viele, die den Film heute noch mögen, verbinden Kindheitserinnerungen damit. Ein späterer Einstieg ist logischerweise möglich, wird aber von einer ganz anderen Sehgewohnheit dominiert. Als Hybrid zwischen Komödie und melancholischen Abgesang auf das ganze Westerngenre ist „Nobody“ jedoch einzigartig und hat mehr Tiefgang, als man das oberflächlich betrachtet vielleicht vermutet.

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Tiefe Schatten und lichter Schrecken: Auftakt zu „Echos aus dem Hades“

Paranormal

Die Frage, ob ich den Horror gefunden habe oder ob der Horror mich gefunden hat, ist eine sehr langlebige, und trotz vieler Überlegungen bin ich einer endgültigen Antwort nicht näher gekommen. Vielleicht gibt es keine. So oder so hat sich der Horror zweifellos schon früh und mit unauslöschlicher Macht in meine Welt eingeschlichen.

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Lost Highway – funny how secrets travel

Ich bin verwirrt / zerzaust / in Unordnung / höchst durcheinander,

©Senator Filmverleih Gmbh

singt Bowie, der in diesem Song das Steuer einer Blondine überlässt … Es ist der erste Song des Soundtracks. Das erste Lied, das wir im Film zu hören bekommen, der damit beginnt, dass wir bei Nacht eine Straße entlang fahren, von der wir nicht wissen, wohin sie führt. Wir sehen nur die gelben Streifen, die Fahrbahnmarkierung, sonst nichts. Wir sehen nur, was der Lichtkegel der Scheinwerfer uns sehen lässt. Wir sitzen in einem Auto, von dem wir nicht das Gefühl haben, dass wir es sind, die es steuern. Wir wissen auch nicht, wieso wir darin sitzen. Es ist, als fahre es von selbst. Und das tut es, das kann ich Ihnen jetzt schon verraten, auch wenn wir später sehen, dass es Fred ist, der am Steuer sitzt. Es scheint, als hätte sich David Lynch diesen Song zum Anlass genommen, die Geschichte eines Mannes mit dem Namen Fred Madison (grandios gespielt von Bill Pullman und seinem Sax) zu erzählen, der einen Horror erlebt, den ich für den ultimativen Horror halte, der in den beiden Geschlechtern Mann und Frau keimt, seit sie sich ihrer bewusst wurden. Seitdem sie ihre Augen, ihre Sinne füreinander öffneten.

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Das Tribunal zu Wilem

So war es nicht erstaunlich, dass ein Riese mich vor die Tür setzen wollte. Energie war er, sonst nichts, unhaltbar groß, erschienen aus dem Nichts, durch Gedanken in die Materie gezwungen. Nun erbat ich mir aus, mich noch ankleiden zu dürfen, denn der Anstand gebietet Kleidung. Noch während ich mich bemühte, alle Kluft zusammenzurühren, um hineinsteigen zu können, erschien – ebenfalls aus dem Nichts – mein eigenes Energiespektrum, klingelte aber wohl an der Eingangstür, denn von dort aus hörte ich einigen Tumult. War es verwunderlich, dass zu meiner Verteidigung ausgerechnet ein Renommist erschienen war? Der freilich, denn er kam ja aus meinem eigenen Dunstkreis, man frage nicht, wie, war mir, obwohl ich ihn als relativ machtlos gegenüber der anderen Partei entlarvte, war mir kein bloßer Unsympath; abgesehen davon hatte ich nichts anderes aufzubieten. Durch sein Auftauchen war die Angelegenheit nicht mehr so einfach und schnell durchzusetzen, was meinem Energieverteidiger dann doch anzurechnen war. Es sollte zu einem Tribunal kommen, was mehr war, als ich erwarten konnte, und das mich gleichzeitig erstaunte. Zielort: Wilem; ein Zimmer dort, wie tausend andere Zimmer. Immer mehr Menschen drängten herein: Anwälte, Stenotypistinnen, solche und solche, deren Funktion gar nicht auszumachen war. Ich würde verlieren, mit Verzögerung zwar, aber verlieren würde ich. Oder auch nicht, denn ich hatte eine Verbündete, die zu erreichen das ganze Bestreben meiner Traumreise war.

Die Ratten im Gemäuer

Bouquinist

Zwischen Ende August und Anfang September 1923 soll Lovecraft diese Erzählung geschrieben haben, denn schon am vierten September vermerkt er, laut Joshi, in einem Brief ihre Fertigstellung. Die Erzählung selbst beginnt mit einem ähnlichen Datum, nämlich dem 16. Juli des Jahres 1923. Der Gegenwartsbezug, ein, wie sich später herausstellte, Markenzeichen des Autors. Es sei „[…] das historisch komplexeste und zugleich aktuellste erzählerische Werk […]; das Lovecraft zu diesem Zeitpunkt zu Papier gebracht hatte.“, schreibt sein treuester Experte in „H. P. Lovecraft – Leben und Werk“ des Weiteren, sie sei eine seiner „[…] Erzählungen, in der er am erfolgreichsten an die überlieferten Muster des Schauerromans anknüpft, wobei er allerdings dessen Standardmotive – das alte Schloss mit der verborgenen Kammer, die Spuklegende, die sich als wahr erweist – weiterentwickelt und modernisiert. Auf die grundlegende Prämisse der Erzählung – dass es möglich ist, den Gang der Evolution rückwärts zu durchschreiten – konnte letztlich nur jemand verfallen, dem die darwinsche Theorie in Fleisch und Blut übergegangen war.“

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Das Portal zu einem alternativen Universum in „Stadt ohne Namen“

Bouquinist

Vertraut ist dem Leser und Maniac des Kosmischen Grauens der Typus des Forschers, den Lovecraft uns vorausschickt, eine Welt zu erschließen, die gehörig an unserem inneren Wahrnehmungskosmos rüttelt. Eine, die nicht vom Menschen ausgeht. So lese ich zumeist. Die uns unser Dasein auf dem Erdball, unser Erleben und die Empfindungen, die wir daraus ableiten, mächtig dunkel einfärbt. Schon früh als „literarischer Kopernikus“ von seinen Schriftstellerkollegen eingestuft, gibt er uns den neugierigen, besonders empfänglichen Typus an die Hand. Der über so viel Wissen verfügt, dass ihm mindestens klar sein muss, oder spätestens während seiner Erkundungsodyssee absolut klar werden wird, dass er im Grunde nichts weiß. Dass er mehr und mehr erfährt, was ihm widerfährt, je weiter er sich wagt, während er die Zeit gewissermaßen hinabkriecht. Eine Figur aus sich, aus Lovecraft selbst genommen, die ihm als Schablone diente, sich seinen Yog-Sothoth-Mythenzyklus (oder, wie es dem Gros der Leser und Fans durch August Derleth, den man auch den Erdgucker schimpft, in den Mund gelegt wurde: Cthulhu-Mythos) zu erschreiben. Eine Figur, wie wir sie immer wieder in seinen Erzählungen finden. Der kosmische Archäologe. -Klar! Bedeutet ἀρχαῖος (archaios) zu deutsch nichts anderes als alt. Die Lehre vom Alten, den Altertümern. Oder: den “Großen Alten”. Also richtig alt. Fossiler als fossil. Urur sozusagen. The Beginning … vielleicht …

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Daphne

Geschrieben von A. Anders

Manchmal Wurzeln
Das Haar

Manchmal Rinde
Das Gefühl

Manchmal Blätter
Die Organe

Das Rauschen

Manchmal Äste
Die Arme

Das Knarzen
Der Wille zu dir

Manchmal wie Harz
Das Blut

Die Möse
Der Schwanz
Das Aufbrechen der Borke

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