Schlafparalyse und der Hutmann
Alpträume überfallen uns, wenn wir am verwundbarsten sind – im Schlaf, in der Dunkelheit der Nacht. Zu wissen, dass sie unserer eigenen Fantasie entspringen, ist ein schwacher Trost, wenn wir mittendrin stecken. Noch schlimmer ist es, wenn man zu den Unglücklichen gehört, die unter Schlaflähmung leiden. Gefangen zwischen Wachen und Schlafen, ist man bei einer Schlaflähmung unfähig, sich zu bewegen, da die Träume in die reale Umgebung übergehen.
Die mit der Schlafparalyse verbundenen Halluzinationen können seltsame Geräusche wie Summen oder Dröhnen, Lichtblitze, Tiere, Menschen oder seltsame Gestalten sein. Typische Alpträume haben oft wiederkehrende Themen wie Zähne, die ausfallen, Verfolgungen oder Stürze aus großer Höhe. Aber es gibt eine Halluzination, die bei Menschen mit Schlaflähmung weltweit verbreitet ist: die schattenhafte Erscheinung, die als Hutmann bekannt ist.

Zeugen beschreiben den Hutmann mit einem Zylinder oder Filzhut und einer Jacke, die oft als Trenchcoat beschrieben wird. Seine Größe wird auf sechs bis zehn Fuß geschätzt. Einige behaupten, er habe leuchtend rote Augen, während andere bezeugen, dass er nur aus Schatten besteht und keine erkennbaren Gesichtszüge hat. In mehreren Berichten ist von einer goldenen Taschenuhr an einer Kette die Rede, auf die er hin und wieder einen Blick wirft.
Aber warum erleben so unterschiedliche Menschen aus verschiedenen Kulturen und Regionen alle denselben nächtlichen Schrecken? Einige Experten vermuten, dass der Hutmann eine unbewusste Adaption von Figuren aus der Popkultur ist. Ein prominenter Name, der in diesem Zusammenhang in den Sinn kommt, ist Freddy Krueger, eine Horrorikone, die in den letzten vier Jahrzehnten eine wichtige Rolle in den Horrormedien gespielt hat. Die Verbindung ist leicht herzustellen, denn diese grausame Figur greift an, wenn man am verwundbarsten ist.





