Die Brücke im Nebel ist einer der Romane, in denen Léo Malet als sein Alter Ego Nestor Burma am meisten von sich selbst und seiner Jugend verarbeitete. Von seinen Erinnerungen an anarchistische Milieus getrieben, begibt sich der Detektiv zusammen mit einer jungen, schönen Zigeunerin auf die Suche nach dem Mörder eines seit langem bekannten Trödlers. Es handelt sich um einen der düstersten Romane Malets, in dem die Nostalgie nie zu kurz kommt.
Den Schauplatz an der Tolbiac-Brücke wiederzufinden, ist angesichts der Veränderungen, die das dreizehnte Arrondissement seit dem Bau der Bibliothèque François Mitterrand in den 1990er Jahren erfahren hat, eine Herausforderung. Es ist quasi ein neues Viertel am Ufer der Seine, das heute Universitäten, Wohnungen und Geschäfte beherbergt.
Elizabeth Hand liebt Spukhäuser, die in ihrem Werk eine wichtige Rolle spielen. Tatsächlich hat das klassische Spukhaus in den letzten Jahren eine Renaissance erlebt, aber die meisten dieser Geschichten sind nicht besonders gut. Bly Manor, das Overlook Hotel und natürlich Hill House stehen nach wie vor an der Spitze dieses unverzichtbaren Klassikers der Schauerliteratur, und es gibt auch einige kurze Beiträge wie natürlich das Usher House oder das Eel Marsh House, aber es ist kaum zu bezweifeln, dass Shirley Jackson mit „Spuk in Hill House“ die Trophäe gebührt.
Dieses Erbe wird von der Familie Jackson natürlich mit Argusaugen bewacht, und ein Nachfolger für den Klassiker wurde über die Jahre immer wieder diskutiert, kam aber nie zustande. Nun aber hat der Jackson Trust erstmals eine Fortsetzung lizenziert und die Rechte an die mehrfach mit dem Shirley Jackson Award ausgezeichnete Elizabeth Hand vergeben. Das kommt nicht von ungefähr, denn Hand steht seit langem in Kontakt mit Jacksons Agentin Mary Weiss und dem Nachlassverwalter Laurence Jackson. Das Konzept für den Roman entstand in mehreren Zoom-Sessions: Eine kleine Gruppe von Theaterleuten zieht für kurze Zeit ins Hill House, um dort ein Stück einzustudieren.
Napoleon und der Rote Mann waren zwei Figuren, die in der französischen Geschichte eine wichtige Rolle spielten. Napoleon war ein berühmter Kaiser, der viele Kriege führte und versuchte, ganz Europa zu erobern. Der rote Mann war ein mysteriöser Charakter, der Napoleon in seinen Träumen erschien und ihm Ratschläge gab. Manche glauben, dass der rote Mann ein Schutzgeist oder ein Dämon war, der Napoleon beeinflusste. Andere denken, dass er nur eine Einbildung Napoleons war, die seine Ängste und Hoffnungen widerspiegelte. Was auch immer die Wahrheit ist, Napoleon und der rote Mann hatten eine enge und geheimnisvolle Beziehung, die die Geschichte Frankreichs prägte.
Die Legende soll im Paris des 16. Jahrhunderts während der Herrschaft von König Heinrich II. entstanden sein. Heinrich II. heiratete Katharina von Medici, eine italienische Adlige aus einer sehr mächtigen Familie, die dann Königin von Frankreich wurde.
Es gibt zwei Versionen über den Ursprung des roten Mannes und in beiden steht Katharina de Medici im Mittelpunkt. Die erste Version geht davon aus, dass sich die Ereignisse nach dem Tode Heinrichs zugetragen haben.
Nachdem ihr Mann gestorben war, wurde Katharina wohl ein wenig zu Machthungrig und heuerte einen Gefolgsmann an, um ihre politischen Gegner zu ermorden. Der Name des Attentäters war Jean L’écorcheur, was übersetzt Jean der Häuter oder Jean der Schlächter bedeutet.
Nachdem er jahrelang für Katharina gearbeitet hatte, erfuhr Jean jedoch einige unschmeichelhafte Geheimnisse über die Königin, was ihr allerdings nicht entging. Aus Angst, dass er ihre Verfehlungen aufdecken könnte, beauftragte Katharina einen Mann namens Neville damit, Jean zu ermorden. Neville gelang es, Jean in den Gärten der Tuilerien zu töten, als Neville jedoch später zurück kam, um den Leichnam zu beseitigen, war er verschwunden. Nach diesem seltsamen Vorfall konsultierte Katharina einen Astrologen, der ihr sagte, dass Jean für immer in den Tuilerien spuken würde. Berichten zufolge, erschien der rote Mann den Bewohnern des Palastes jedes Mal bevor etwas Schreckliches basierte.
Die zweite Geschichte ist ein wenig zahmer.
Demnach soll Katharina der gnomenartigen Kreatur während der Bauarbeiten an den Tuilerien im Jahre 1564 begegnet sein. Der hochmütigen Katharina wurde bald klar, dass ihr unangekündigter Begleiter, kein Mensch aus Fleisch und Blut war, und sie deutete den seltsamen Besuch als Unglücksbringer.
Da Katharina bereits begonnen hatte, Unruhe zwischen Katholiken und Protestanten in Frankreich zu stiften und sie den König dazu veranlasste, das schreckliche Massaker an den Hugenotten namens Bartholomäus-Tag anzuordnen, war Scharlach wohl die passende Farbe für den Geist, der ihr außerdem Prophezeite, dass ihr Tod etwas mit Saint Germain zu tun haben würde.
Da der Tuilerien-Palast in der Gemeinde Saint Germain stand, verließ sie dieses Anwesen und kehrte nie dorthin zurück. Trotz ihres Versuches dem Schicksal zu entgehen, erfuhr sie auf dem Sterbebett, dass der Mönch, der ihr die letzte Ölung gab, Laurent de Saint Germain hieß
Wer ist der Rote Mann?
Unabhängig davon, ob es sich bei dem roten Mann um einen ehemaligen Gefolgsmann handelte, gegen den sich Katharina von Medici wandte oder um einen uralten Geist, der seit Jahrtausenden auf dem Gelände der Tuilerien haust, ähneln sich die meisten Berichte über das Aussehen des Gespenstes. Natürlich soll es ganz in Rot gekleidet sein.
Einige glauben, dass es sich bei diesem Wesen um einen Teufel handelt und dass er eine Hakennase, einen unförmigen Mund und sogar gespaltene Füße hat. Andere berichten, dass er einen Buckel hat oder sogar nur ein einziges Auge.
Dieses eine Auge soll jedoch so durchdringend und verschwommen sein, dass nicht einmal die tapfersten Menschen dessen Blick ertragen können. Der Legende nach erschien das Gespenst mehr als 260 Jahre lang einigen der bedeutendsten Persönlichkeiten des Landes und erwarb sich den Ruf eines Vorboten der Tragödie.
Das Gespenst schien seine Aktivitäten auf Paris zu konzentrieren, auf den Louvre und den Tuilerien-Palast. Es wird in zahlreichen Büchern, offiziellen Aufzeichnungen und sogar in den Tagebüchern Napoleons erwähnt.
Im Jahr 1610 erschien der kleine rote Mann Heinrich IV. kurz vor dessen Ermordung durch einen verrückten Schullehrer. 1792 entdeckten aufgeschreckte Zimmermädchen den Scharlachroten Gnom im Bett von Ludwig dem XVI., als der bedrohte König vergeblich versuchte, den Machenschaften der französischen Revolutionäre zu entkommen. Einige Monate später behaupteten Wärter, das kleine rote Gespenst in dem Gefängnis gesehen zu haben, in dem Ludwig und Marie Antoinette auf ihre Hinrichtung durch die Guillotine wartet.
1798 erschien das rot gefärbte Wesen zum ersten Mal Napoleon während des Ägyptenfeldzugs des Feldherren. Der Geist soll sich vor Napoleon materialisiert haben und mit dem ehrgeizigen Offizier einen Handel abgeschlossen haben. Der Vertrag sah vor, dass Napoleon ein Jahrzehnt lang den Sieg und Triumph auf den Schlachtwäldern Europas genießen sollte. Nach der Schlacht von Wagram bezog Napoleon sein Hauptquartier in Schönbrunn und sein geheimnisvoller Berater erschien ihm erneut. Napoleon hatte zehn Jahre lang erfolgreiche Feldzüge geführt und bat seinen übernatürlichen Berater um fünf weitere Jahre garantierten Triumphs. Der Geist bewilligte seine Bitte mit der Ermahnung, dass der gierige Eroberer keinen Feldzug starten sollte, der ihn auf russischen Boden führen würde. Napoleon ignorierte die Warnung und erlebte eine Katastrophe, die sich als bedeutsamer erwies als die Niederlage, die er bei Waterloo erlitt.
Der rote Geist erschien Napoleon zum dritten und letzten Mal am Morgen des ersten Januar 1814, kurz bevor der Kaiser zur Abdankung gezwungen wurde. Zuerst erschien der Gnom dem Staatsrat Molè und verlangte den Kaiser in dringendem Angelegenheiten sehen zu dürfen.
Molé hatte den strikten Befehl erhalten, den Kaiser nicht zu stören, doch als er Napoleon mitteilte, dass ein rote Mann ihn zu sprechen wünsche, bat der Kaiser darum, dem geheimnisvollen Fremden sofort Einlass zu gewähren.
Es heißt, dass Napoleon den Geist um Zeit bat, um die Ausführungen bestimmter Vorschläge zu vollenden, aber der prophetische Boote gab ihm nur drei Monate, um einen allgemeinen Frieden zu erreichen, sonst wäre alles vorbei. Anstatt zu versuchen, Europa in Frieden zu bringen, versucht, den Napoleon verzweifelt, einen neuen Ostfeldzug zu starten. Damit fiel Paris in die Hände der Alliierten. Drei Monate nach dem letzten Besuch des Rote Mannes beim Kaiser, forderte der Senat die Abdankung Napoleons.
1824 erschien der Geist noch einmal, als Ludwig der XVIII. im Tuilerien-Palast im Sterben lag. Das letzte Mal wurde das Wesen im Mai 1871 geschichtet, kurz bevor der Tuilerien-Palast niedergebrannt wurde. Dies geschah während der Niederschlagung der Pariser Kommune, als ein Mann namens Jules-Henri-Marius Bergeret, zwölf Männern befahl, den Palast mit Petroleum, flüssigem Teer und Terpentin zu überziehen. Der Palast entzündete sich, wie ein Haufen trockener Blätter und wurde bald in Schutt und Asche gelegt. Die mysteriöse gnomenartige Erscheinung hat sich also einen seltsamen, aber sicheren Platz in der französischen Geschichte verdient.
Schottlands Loch Ness ist annähernd 1000 Meter tief und 35 Kilometer lang. Von vielen wird der See als Heimat eines unbekannten Lebewesens angesehen, das man weltweit unter dem Namen „Nessie“ kennt. Die Öffentlichkeit wurde 1933 auf das Monster aufmerksam, seitdem ist das Phänomen zu einem regelmäßigen Medienereignis avanciert, zu einem regelrechten Wahrzeichen Schottlands geworden. Dutzende von Spielfilmen, Bücher, Zeitungsartikel und Dokumentationen haben Nessie zum Thema, so dass sich leicht behaupten lässt: sie ist die bekannteste kryptozoologische Kreatur der Welt.
Es gibt immer wieder Rückschläge auf der Suche nach Seeungeheuern ganz allgemein. Trotz vieler glaubwürdiger Augenzeugen, die die Monster gesehen haben wollen, wurden nach unzähligen Versuchen in den jeweiligen Seen noch keine lebenden Monster gefangen. Es wurden niemals irgendwo Kadaver gefunden, die etwas anderes als bereits bekannte Tiere sein könnten. Es ist eine Tatsache, dass gigantische Netze, U-Boote, Unterwasserkameras, Sonar- und Taucher es bislang versäumt haben, soliden Beweise dafür zu finden, dass es ein Monster von Loch Ness gibt.
Lon Chaney war ein Ausnahmetalent als Schauspieler, aber auch ein Meister der Maske. Er hob den Einsatz von Make-up im Film auf ein neues Niveau, indem er komplexe und transformative Looks schuf, die es ihm ermöglichten, eine beeindruckende Bandbreite an grotesken Charakteren zu verkörpern, darunter ikonische Rollen in Filmen wie Der Glöckner von Notre Dame, Das Phantom der Oper und Die unheiligen Drei. Sein berüchtigter Koffer, randvoll mit Schminkutensilien, Werkzeugen und Schnüren, wurde geradezu legendär.
Die Idylle in Puddingfarben. Hier leben die, die sich die Hände mit Schnaps waschen, den Kuhstall abschwemmen, das Spiel beobachten, Lust gewinnen, begehren, was sie sehen, sprechen : »Komm rein und bring die Wäsche mit!«; als ob ein Hammer auf die Bergkämme schlägt, ein Meister der Skulpturen, dieser trampelnde Gott; doch wer hat so ein Antlitz je mit eigenen Augen gesehen, vom Feuerrot umzingelt wie die wunderliche Walküre, die dem Einen harrt? Der Wind bläst die Laken vom Gestänge, das Hanfseil pfeift polyphon auf allen Flöten des Pan das Lied einer Begegnung, die Mädchen holen Wäsche ein und decken Töpfe zu, die Gärten werden abgesperrt, die Läden schon geschlossen.
Eingepfercht in die Freiheit mit Balkon, ausgesetzt der Stadt und deren ameisenartigen Bewohnern, observiert durch die Klänge dünner Wände, hingegeben der Evolution, Vielfalt der Skelette, atemlose Wunderwelt, Wirtschaftsertragsanimationen, Honigkerzen.
Etwas ungeplant macht sich das Dorf lang und länger, wird, von Thierstein kommend, zu nahezu vier Ortsteilen, wird zweimal von der Autobahn gestreift, was für so ein kleines Idyll eine große Schweinerei ist; man hört das Rauschen der Blechlawinen bis zum Rondell, die Vögel überlagern nicht mehr den entsetzlichen Wirbel, die Zeit reißt auf, aus einer Welt, die vorher nicht existierte, quillt Blut, das ziemlich nach Eiter stinkt.
Aber damals, wenn er mit Carlos zum Rondell ging, um dort vielleicht zu rasten, um dann womöglich noch ein Stück weiter in einem obskuren Gasthaus zu verschwinden (wenn es zum Beispiel Milchbrätlinge und Steinpilze gab), vergaß er nie, zu den Ameisen hinüberzuschlendern, die hier ihre Version von einem Tal der Könige hingestellt hatten, um sie zu grüßen und eine Weile beobachtend im Duft des Waldes zu stehen; die Lupinen reckten in die Höhe und Adam ertrank beinahe in ihrem Violett, weil er nicht größer war als die aufgeschossensten der Blumen. Da war nichts, was die Stille störte, die Vogelstille; die alte Bundesstraße hatte nichts von einer verfluchten Naht (zwei Welten, die sich niemals friedlich begegnen werden); Pandoras Büchse ist geladen : sie hat Scheiße und Verrecken mitgebracht (etwas ungeplant), aber sie ist schön und würde lieber Anesidora sein, denn mit ihrem Bauhelm sieht sie wirklich etwas lächerlich aus.
Stell dir vor, du gingst spazieren und sähest dich selber mit angstverzerrtem Gesicht auf dich zulaufen.
In all den Nächten gab es keine ausgelassene Stimmung, nicht die Heiterkeit, wie eine Sau durchs Dorf getrieben, in den zynischen Ursprung des Gelächters hinein. Die Zeit schrumpfte zu einer festen Kapsel zusammen. Ein Meuchelmorgen lässt uns waten in finsterem Gemäuer.
Ein Ort, in Länge und Breite begrenzt, nach oben unendlich. Die Abende schossen aufs Dach, also setzten sich die Schindeln auf die Fensterbank, um Goldvögel zu beobachten, von oben nach unten.
Auf diesen Straßen führen die Löcher an einen Platz, der verborgen im Herzen des Wahrnehmenden liegt, ums Bezaubernde, Zaubern, um Allmagie um uns herum.
Movemento: bewegt im Raum, Zeitketten anorganisch, Urgesichter, Uhrengesichter, Wildwechselmimik, die schönsten Regenschauer auf einen Blick. Ich bin jetzt niemand mehr und das ist die Knute der Vergeltung.
Aufgepelltes Rosenrot, die tonnenschwere Last des unbeachteten Geschirrs, die molesten Stufen; kein Stock wird mich führen, kein Geländer mich hangeln.
Auf und Ab ekstatischer seelischer Zustände, Gleichnisse, Traumgesichte in einem absoluten Tanz.
Aussehen: wie der Solomensch von Java.
The Solo Man Of Java
A place, limited in length and width, infinite upwards. The evenings shot up to the roof, so the shingles sat on the windowsill to watch golden birds, from top to bottom.
On these streets, the holes lead to a place hidden in the heart of the perceiver, around enchantment, sorcery, all-magic around us.
Movemento: moving in space, inorganic time chains, primordial faces, clock faces, changing facial expressions, the most beautiful rain showers at a glance. I am nobody now and this is the rod of retribution.
Peeled rose-red, the heavy weight of the unheeded crockery, the molest steps; no stick will guide me, no railing will shimmy me.
Up and down of ecstatic mental states, parables, dream visions in an absolute dance.
Immer dann, wenn die Luft einen Hauch von Johannisbeermarmelade über dem Dorf verströmte, ahnten wir, dass sich die Schatten bald wieder zeigen würden. Sie tauchten hinter den Stämmen starker Bäume auf, an den Fenstern leerstehender Häuser, an denen der Farn und der Efeu emporrankten. Sogar unter den Arkaden mancher Hauseingänge standen sie, unentdeckt, weil ja die Sonne ohnehin allerlei dunkle Gespinste produzierte, die jedermann kannte und für alltäglich erachtete. Diese Schatten aber, von denen hier die Rede ist, waren in strengem Sinne gar keine. Sie besaßen kein Objekt, zu dem sie einen unmissverständlichen Teil beitragen hätten können, wenn sie das Licht streifte. Wir nannten sie bald ›Die Boten‹, obwohl sie keine Nachricht überbrachten und auch nicht anzeigten, was sie eigentlich wollten. Das mussten wir selbst herausfinden. Allein deshalb nannten wir sie so. Sie boten uns die Möglichkeit, die merkwürdigsten Ereignisse aufzuspüren. dass wir damit etymologisch sogar auf der richtigen Fährte waren, wussten wir natürlich nicht; dass nur wir sie sehen konnten? Durchaus.
Eines Tages werden wir Knochen in der Grube sein, Asche in einer Vase. Die Pflanzen, die auf deinem Balkon die Schönheit des Augenblicks bezeugen, warm von der Sonne betastet, die es dir mit stehender Blüte danken, sind dann längst graues Gehölz. Wer erinnert sich daran, wie es war, als wir dort saßen, lachten? Wer erinnert sich an die Laute, den Geruch, an die in der Luft hängenden Fetzen anderer Leben? Die Momente sind nur Momente, weil sie einen Pakt mit der Vergänglichkeit geschlossen haben. Die Erinnerung ist nur der furchtbare Augenblick der Wiederkehr der Geschehnisse als Abklatsch. Kein Blut pumpt in ihren Adern, und selbst intensivste Ereignisse locken nur verworren aus einem Jenseits.
Hüfthoch im Korngarten; je länger du stehst, wird auch die Erde weich. Wie lange es braucht, zeigt das verhangene Gesicht. Viele letzte Male. Das Haus hinter dir verkleinert sich und darf nur noch die Größe eines Daumennagels haben, schwer zu erkennen durch Ähren und dieses Etwas, das wir Raum nennen. Zwischen dir und diesem Haus liegt nun die Ewigkeit. Du kannst nie wieder zum Haus zurück, kannst Ewigkeit nicht überbrücken. Versuchst du es, gelangst du zu Ruinen. Aber hier, hüfthoch im Korngarten, kannst du die Fassade betrachten, solange du willst. Dafür sorgen die Schatten, die Boten.
The Messengers
Whenever the air exuded a hint of blackcurrant jam over the village, we suspected that the shadows would soon appear again. They appeared behind the trunks of strong trees, on the windows of empty houses, where the ferns and ivy were climbing up. They even stood under the arcades of some house entrances, undetected, because the sun produced all kinds of dark webs that everyone knew and considered commonplace.
But these shadows we are talking about here were, in a strict sense, not shadows at all. They had no object to which they could have made an unmistakable contribution when the light touched them. We soon called them ‚the messengers‘, even though they did not deliver a message or indicate what they actually wanted. We had to find that out for ourselves. That was the only reason we called them that. They gave us the opportunity to track down the strangest events. Of course, we didn’t realise that we were on the right track etymologically; that only we could see them? Absolutely.
One day we will be bones in a pit, ashes in a vase. The plants on your balcony that bear witness to the beauty of the moment, warmly touched by the sun, that thank you with standing blossom, will long since be grey wood. Who remembers what it was like when we sat there and laughed? Who remembers the sounds, the smell, the scraps of other lives hanging in the air? The moments are only moments because they have made a pact with transience. The memory is only the terrible moment of the return of the events as a copy. No blood pumps in their veins, and even the most intense events only lure them confusedly from an afterlife.
Waist-high in the corn garden; the longer you stand, the softer the earth becomes. The cloudy face shows how long it takes. Many last times. The house behind you is shrinking and may only be the size of a thumbnail, difficult to recognise through ears of corn and this something we call space. Eternity now lies between you and this house. You can never go back to the house, you cannot bridge eternity. If you try, you will end up in ruins. But here, waist-high in the corn garden, you can look at the facade for as long as you want. The shadows, the messengers, make sure of that.
„Die drei Fragezeichen und die gefährliche Erbschaft“ ist der 22. Band der beliebten Jugendbuchreihe und der sechste aus der Feder von William Arden, der uns zuletzt Der Phantomsee gebracht hat. Als seinen bisher besten Beitrag kann man durchaus Der verschwundene Schatz geltend machen, und ansonsten zeigt er sich bis auf ein paar lässliche Ausrutscher ziemlich solide. Was er aber hier in der gefährlichen Erbschaft abfackelt, gehört wirklich zum Besten, was die Serie überhaupt hergibt, obwohl sich die Geschichte auf die gute alte Schnitzeljagt beruft, aber diesmal in einer nahezu perfekten Darbietung.
Als der „reiche Exzentriker“ Marcus „Dingo“ Towne stirbt, ist sein Testament nicht weniger als eine große Überraschung: Derjenige, der sein Vermögen findet, darf es behalten. Die Jungs werden in die Jagd hineingezogen, als Mr. Andrews Bob eine Vorabkopie des Testaments gibt (die am nächsten Tag in der LA Times veröffentlicht werden soll) und auch, weil Alfred Hitchcock (zu seinem großen Missfallen) als Testamentsvollstrecker genannt wird.
Ich, Alfred Hitchcock, weise jegliche Beziehung zu den my-steriösen Rätseln eines gewissen Marcus alias »Dingo« Towne weit von mir! Habe ich doch den alten Halunken kaum gekannt, und er hatte einfach nicht das Recht dazu, mich in seine Ränke aus der Totengruft zu verwickeln!
Sie werden von Townes Schwiegertochter Nelly und ihrem Verlobten Roger Callow (einem Anwalt) beauftragt, das Vermögen zu finden, und werden dabei von Nellys Sohn Billy unterstützt, der eines schönen Tages selbst Detektiv werden will.