Die drei ??? und die schwarze Katze / William Arden

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Man kann sagen, dass die Genre-Fiktion und die Sitcom einen großen Teil ihrer DNA gemeinsam haben: Wir wollen, dass sie von Episode zu Episode oder von Buch zu Buch gleich bleiben, aber wir wollen auch etwas Neues innerhalb der Wiederholung der formelhaften Zutaten.

Die Serie der drei Detektive, die von Robert Arthur begonnen und nach seinem frühen Tod von verschiedenen Autoren fortgesetzt wurde, ist ein gutes Beispiel dafür: Jeder Titel steht für sich, mit genügend wiederkehrenden Charakteren, Themen und Schauplätzen, so dass man nach Belieben eintauchen kann und immer ein vertrautes Buch vorfindet, aber jedes Buch versucht auch, Veränderungen einzuführen, sei es, indem man die Jungen auf eine verlassene Insel versetzt, sie mit internationalem Diebstahl konfrontiert oder was auch immer es mit den Papageien auf sich hatte. Einige dieser Veränderungen funktionieren, andere nicht, aber sie sind immer repräsentativ für das, was vorher geschah, und eine Garantie für das, was als nächstes kommt. Und dann darf man nicht vergessen, dass diese Serie auch innerhalb eines Genres existiert, mit seinen eigenen Tropen, seinen eigenen Erwartungen und seiner eigenen Geschichte. Wie bei allen Genrebüchern muss man also einen Mittelweg finden, um diesen Erwartungen treu zu bleiben, ohne sklavisch zu sein oder, was wahrscheinlich noch schlimmer ist, eine Kopie von sich selbst.

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Die Geschichte des Kriminalromans

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Genrebeschreibungen sind selten eine klare Sache, aber nur deshalb kann man darüber diskutieren. Wäre immer alles klar und für jeden ersichtlich, würde ein Lexikoneintrag genügen und die Sache wäre erledigt. Heute widmen wir uns dem wohl beliebtesten literarischen Genre überhaupt. Dem Kriminalroman.

Dabei ist zu berücksichtigen, dass es niemals eine erschöpfende Aussage über ein Genre geben kann, und so ist auch dies nur ein kleiner Überblick.

Es gibt so viele verschiedene Arten von Kriminalromanen, dass bereits in den 1920er Jahren eine der ersten „Queens of Crime“, Dorothy L. Sayers, darüber klagte:

„Es ist unmöglich, den Überblick über all die Krimis zu behalten, die heute produziert werden. Buch um Buch, Zeitschrift um Zeitschrift strömt aus der Presse, vollgestopft mit Morden, Diebstählen, Brandstiftungen, Betrügereien, Verschwörungen, Problemen, Rätseln, Geheimnissen, Nervenkitzel, Verrückten, Gaunern, Giftmischern, Fälschern, Würgern, Polizisten, Spionen, Geheimdienstlern, Detektiven, bis es scheint, als müsse die halbe Welt damit beschäftigt sein, Rätsel zu erfinden, damit die andere Hälfte sie lösen kann.“

Beginnen wir unseren kleinen Rundgang jedoch mit einer grundsätzlichen Unterscheidung zwischen Rätselgeschichte und Kriminalroman, bevor wir uns einigen historischen Daten zuwenden.

Dorothy Sayers
Dorothy Sayers

Wenn man sich nicht ausschließlich auf die deutsche Terminologie beschränkt, ist es von vornherein angebracht, die hierzulande gebräuchlichen Gattungsbezeichnungen fast ausnahmslos zu verwerfen. Englisch ist die literarische Leitsprache der Populärliteratur, daran ändern auch länderspezifische Besonderheiten nichts. Ein Beispiel von vielen ist die „Mystery Fiction“, also die „Rätselgeschichte“, die hierzulande kaum als Begriff verwendet wird. Stattdessen wird der englische Begriff “Mystery” beibehalten und für eine Form der phantastischen Erzählung verwendet, die eigentlich der Weird Fiction nahe steht, während “Mystery Fiction” zur Kriminalliteratur wird. Diese wäre eigentlich Crime Fiction, die sich wiederum von der Mystery Fiction unterscheidet.

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Der grinsende Mann

Paranormal

Die Welt der UFOlogie und Kryptozoologie ist voller mysteriöser Geschichten, doch nur wenige sind so rätselhaft und einprägsam wie der Derenberger-Vorfall und die damit verbundenen Begegnungen mit Indrid Cold. Diese Ereignisse, die sich im November 1966 in West Virginia abspielten, zogen nicht nur die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich, sondern wurden auch zu einem zentralen Element in der Diskussion über paranormale Phänomene.

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Die drei ??? und der lachende Schatten / William Arden

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Der lachende Schatten

Mit dem Tod des Serienschöpfers Robert Arthur nach dem elften Buch der Serie, Der sprechende Totenkopf (1969), gingen die Drei Detektive in die Hände von Dennis Lynds über, der das Pseudonym William Arden für Der Teufelsberg (1968), das zehnte Buch der Serie, verwendet hatte.

Mit dem zwölften Titel Der lachende Schatten (1969) beginnt die Arden-Ära einigermaßen gut, das muss man sagen. In kurzer Folge erhalten wir einen mysteriösen Hilferuf, ein Amulett, das eine seltsame Botschaft in einer unleserlichen Sprache enthält, und Menschen, die danach suchen, von denen einer den unheimlichen Schatten des Titels wirft:

„Hoch über ihnen ragte der Schatten in die Nacht – riesig, gekrümmt und bucklig, mit langer, schnabelähnlicher Nase und kleinem Kopf, der ständig wie im Krampf einmal hierhin, einmal dorthin vorstieß. Mit einem Mal war die Nacht von gellem Lachen erfüllt! Es kam von dem großen Schatten her, der da so dicht vor ihrem Versteck stand.“

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Die drei ??? und der sprechende Totenkopf / Robert Arthur

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Wie auch immer es mit der Serie weitergeht, es ist schwer zu leugnen, dass der Schöpfer Robert Arthur Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews mit seinen zehn Drei-Detektive-Romanen einen großartigen Start hingelegt hat.

In ihren besten Momenten handelt es sich um wild erfundene Ermittlungen, die mit einigen sehr interessanten Wendungen in der Handlung aufwarten und sich als perfekter Einstieg für jeden jungen Menschen eignen, der aus seiner alltäglichen Langeweile herausgerissen werden möchte. Diese Serie hat immer wieder bewiesen, dass man mit ein wenig Kreativität und Einfallsreichtum, gepaart mit einer Prise Intelligenz, sehr, sehr weit kommen kann. Natürlich wird sie nicht jedermanns Geschmack treffen, und ich werde weiter unten auf die unterschiedlichen Qualitäten eingehen, aber ähnlich wie bei den Romanen von Agatha Christie, die von Das Haus an der Düne (1932) bis zu Auf doppelter Spur (1963) eine große Bandbreite an Exzellenz aufweisen, ist hier definitiv etwas für dich dabei, wenn du diese Art von Geschichten magst.

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Tal der kopflosen Männer

Paranormal

Die dunklen Bergspitzen des Nahanni National Park, die den Nebel vor dem stählernen Himmel durchbrechen, erinnern eher an Mordor als an Kanada. Das UNESCO-Welterbe kann nur per Boot oder Wasserflugzeug erreicht werden, oder von unerschrockenen Reisenden, die sich imstande sehen, die Stromschnellen des Nahanni River zu bezwingen. Die undurchdringlichen Wälder und Berge mögen der Hauptgrund dafür sein, dass es hier nur wenige Besucher gibt, aber tatsächlich ist es auch so, dass der Park von makabren Legenden umwoben ist, die zu seiner bedrohlichen Landschaft passen. Die übernatürlichen Überlieferungen haben Nahanni den Beinamen „Das Tal der kopflosen Männer“ eingebracht, und viele glauben, dass es hier spukt.

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Fenster zum Tod (Linwood Barclay)

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Barclay Fenster zum Tod

Stephen King bezeichnet FENSTER ZUM TOD (Trust Your Eyes) als „das bisher beste Buch von Barclay“, und obwohl man nie weiß, was Stephen King wirklich über ein Buch denkt, stimmt seine Aussage auf verblüffende Weise mit dem überein, was man bekommt. Das bedeutet aber nicht, dass andere Barclay-Bücher schlecht sind, auch wenn sich die Strategie gleich anfühlt. Seine Thriller beginnen mit einem mörderischen Aufhänger, bei dem gewöhnliche Leute in außergewöhnliche Abenteuer geraten.

Es ist schwierig, dieses Buch zu besprechen, ohne dem Leser alles zu verderben. Die Handlung steht nicht auf festem Boden, sondern ist im Treibsand verwurzelt, wo nichts so ist, wie es scheint. Vereinfacht gesagt handelt es sich um eine Neuinterpretation des Hitchcock-Films „Fenster zum Hof“, der auf Cornell Woolrichs Erzählung „It had to be murder“ basiert, die für unser digitales Zeitalter neu aufgelegt wurde.

Als der Witwer Adam Kilbride beim Rasenmähen mit seinem Traktor plötzlich und tragisch verunglückt, wendet sich der Anwalt der Familie, Harry Peyton, an Kilbrides ältesten Sohn, den in Burlington, Vermont, lebenden Grafiker Ray, mit der dringenden Bitte, zum Haus der Familie in Promise Falls zurückzukehren. Ray kommt so schnell er kann, denn Adam Kilbride kümmerte sich vor seinem Tod um seinen jüngsten Sohn Thomas, der an leichter Schizophrenie leidet und nicht allein gelassen werden kann.

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Der Geist am Hollywood-Wahrzeichen

Paranormal

Die Hügel rund um das berühmte Hollywood-Zeichen in Los Angeles sind ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, Touristen und angehende Schauspieler. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man auf dem Weg zu den großen weißen Buchstaben eine schöne Blondine sieht. Doch eine Besucherin namens Megan Santos spürte etwas Seltsames an der ätherischen Gestalt, der sie auf ihrem Weg den Berghang hinauf begegnete.

„Da war diese Frau mit blonden Haaren und sie schien … in der Luft zu gehen„, sagte Santos 2014 gegenüber VF Hollywood. „Ich bin sofort in die andere Richtung gelaufen.“

 Quelle: Wikimedia Commons

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Und sie tanzten einen Tango

K. rümpfte die Nase, als er sah.
Vorher hatte er gut zu tun gehabt, aber sein Nasenwerk hielt die Balance. Niemand sollte ihn je von der Seite sehen müssen.
Ein frontales Gemetzel war ein Ereignis. Und oftmals gingen die Lieder aus und konnten kaum von den Umstehenden nachgefüllt werden.
Der Tanz der Säbel etwa. Da schnitten sich manchmal welche in mehrere Teile
und die Teile, die dann tanzten, waren schon längst in einer anderen Dimension zuhause.
Die Erde lechzte nach etwas verdorbenen Brei, in dem das Blut ein Stelldichein mit dem Sonnenlicht hatte.
Und sie tanzten einen Tango. Die Töpfe rasselten eine Habanera.

Salz

Originalgeschichten

Mein Mann schreibt die Namen seiner neun Dämonen auf Post-it-Zettel und verbrennt sie in der Küchenspüle. Er isst nur Äpfel.

Ein Apfel pro Tag wird sie fernhalten.

Da spricht der Arzt, erinnere ich ihn.

Es ist alles das Gleiche.

Ein Priester schickte uns Weihrauch und Weihwasser und Abschnitte seines eigenen Bartes. Dieser Priester hatte im Internet gute Kritiken, aber er ruft mich selten zurück. Also bin ich auf mich allein gestellt.

Ich google Exorzismus mit Weihwasser.

Ich suche nach In Zungen sprechen

und Serotonin-Wiederaufnahmehemmer

und Bleivergiftung.

Ich suche Selig, die reinen Herzens sind und lande irgendwie in einem Chatroom über Borreliose. Zuerst sind alle im Chat höflich. Dann fangen sie an, sich gegenseitig zu beschimpfen, und das macht mir Angst. Trotzdem suche ich den Körper meines Mannes nach Zecken ab und kämme mit einem Zahnstocher durch sein schütteres Haar, bis er in meinem Schoß einschläft.

Heute springt mein Mann auf unserem Bett herum und lacht wie ein Schakal. Er scheint meinen Namen vergessen zu haben. Er nennt mich Persephone und bittet um Granatapfelkerne. Und natürlich um mehr Äpfel.

Das Wort Liminalität ist mit schwarzem Filzstift an die Wand gekritzelt worden. Ich frage mich, wie ich das dem Vermieter erklären soll. Es ist ein Wort, das nach einem Kontext verlangt, aber ich habe keinen zu bieten.

Schließlich ruft der Pfarrer mitten in der Nacht an und entschuldigt sich für seine verspätete Antwort. Er sei damit beschäftigt gewesen, für eine Wende des Hurrikans zu beten.

Vater? Darf ich Sie Vater nennen? Ich muss ein Geständnis ablegen. An der Universität, erkläre ich, lagen wir auf den Gräbern von Bürgerkriegsgenerälen und verwesenden Dichtern. Wir gossen uns ein großes Glas mit dem Blut Christi ein und nahmen es mit in unser Waldbett aus Blättern und Stroh. Sehen Sie, das ist alles meine Schuld. Seine Mutter packte Knoblauch in seine Taschen, aber ich hielt das für ein Ammenmärchen. Ich wollte eine frische, himmlische Frau sein, die nichts als die neuesten Ängste kennt. Ich versprach, ihm Salz auf die Stirn zu streuen, aber ich befürchtete, dass er dadurch vor seiner Zeit alt werden würde.

Wenn du wieder ganz sein willst, schwenke ein rohes Ei über seinem Körper. Knüpfe sieben Knoten in ein Stück Schnur und vergrabe es.

Es ist nicht mein Land, sage ich. Es ist das Land unseres Grundbesitzers.

Oder ist es das Land des Herrn?

Dann ist er verschwunden.

Am nächsten Morgen kommt mir unser Gespräch wie ein Traum vor. Ich bin im Garten und grabe, als ich einen Hilfeschrei höre. Ich gehe zu ihm. „Was ist los?“ Mein Mann sieht verwirrt aus. Er kann sich nicht erinnern, ob er mich braucht. Er kann sich nicht erinnern, ob er mich jemals gebraucht hat. Da ist es wieder. Es sind nur die Paarungsrufe der Pfaue des Nachbarn, die sich jeden Februar gleich anhören. Im März werden sie es vergessen haben.

Ich werfe die verknotete Schnur und das Ei hinein. Aber das Loch verlangt nach mehr: Jack Daniels und alle unsere scharfen Messer und seine Büchersammlung. Die satanischen Verse. Grashalme. Dieser Perverse, Nabokov. Dante, weil ich auf seine Bestrafungen scheiße.

Später sitze ich in einer leeren Badewanne. Hey Siri, wer wird die Erde erben?

Es hat nicht geklappt, flüstere ich ins Telefon, als der Priester anruft. Als Beweis zähle ich all die üblen Namen und Anschuldigungen auf, die mein Mann mir entgegengeschleudert hat. Ich krame ein paar meiner eigenen aus. Es tut mir so leid. Ich bin nur müde. Es sind diese langen Nächte. Ich kann nicht schlafen, weil ich immer auf Ihren Anruf warte.

Der Priester wechselt das Thema. Heute legte er einer Frau die Hände auf, die nicht aufhören konnte, Dinge anzuzünden.

Hat es funktioniert?

Keine Nachrichten sind gute Nachrichten. Er klingt ziemlich selbstgefällig. Oh, und was den lieben Ehemann angeht: Füttern Sie ihn mit den Namen von Heiligen auf Reispapierstreifen.

Damit ich schlafen kann, liest er aus der Offenbarung vor. Ein rotes Pferd, ein weißes Pferd, ein aschfahles Pferd.

Ich träume vom Priester, der mir die Hände auf den Unterleib legt, und wache stöhnend auf.

Es ist Morgengrauen. Die Pfaue sind in heller Aufregung.

Mein Mann verschlingt alle Heiligen, spült sie mit Milch herunter. Er hustet den heiligen Antonius und den heiligen Augustinus aus. Sogar den Heiligen Judas, den Heiligen der hoffnungslosen Fälle. Ich rufe den Priester an, um ihn zu fragen, warum der Körper meines Mannes diese Heiligen ablehnt. Sein Anrufbeantworter ist voll, aber ich sehe, dass er politische Memes kommentiert hat. Während wir sprechen, tippt er gerade.

Ich bin sicher, dass die Pfaue um Hilfe rufen. Ich halte es nicht mehr aus, also packe ich meinen Mann und einen Sack Äpfel ins Auto. Als wir die Küste erreichen, rezitiert er Edna St. Vincent Millay. Wir blinzeln auf das Meer.

Ich lege neun Äpfel auf ein Handtuch. Sie heißen Redlove und Hidden Rose und Envy und Beauty of Bath und Glory to the Winners. Es gibt einen Apfel namens Liberty und einen Apfel namens Jazz. Ein Liebesbrief aus Äpfeln. Ich schicke ein Foto an den Pfarrer. Ich habe mir geschworen, es nicht zu tun, aber ich bin so einsam. Er antwortet: Was hast du getan, Tochter?

Mein Mann ignoriert die Äpfel. Wenn er sein Hemd auszieht, sehen seine Wirbel aus wie Perlen an einem Rosenkranz. Ich zähle jede einzelne seiner Rippen.

Er wandert den Strand entlang, und ich habe Angst, ihn zwischen all den Sandkörnern zu verlieren. Möwen kreisen. Seetangfliegen sammeln sich um die Äpfel, und ich lege meinen Körper über sie. Ich spüre meinen Herzschlag an all den Stellen, an denen die Äpfel auf meine Haut drücken.

Weit fort flirtet mein Mann mit dem Meer. Es schlingt sich um seine Knöchel. Es leckt seine Wunden. All die Stellen, an denen er sich mit einem Teppichmesser in die Haut geritzt hat.

Ich kann die Fliegen nicht zurückhalten. Ich werfe den Apfel, der Neid heißt, und sehe zu, wie sie hinabsteigen, während mein Mann unter einer Welle hindurchtaucht.

Wenn ich nur daran gedacht hätte, ein Ozean zu sein, hätte ich seinen Beleidigungen widerstehen können. Ich hätte seinen bösen Willen anmutig beherbergen können.

Ich selbst bin völlig ohne Salz.

Das Original erschien in The Blood Pudding. Übersetzt von Michael Perkampus.

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