Nightmare on Elm Street und seine Hintergründe

A Nightmare on Elm Street ist einer der besten Horrorfilme der letzten 40 Jahre. Wes Cravens Film aus dem Jahr 1984 über einen Verrückten, der Teenager im Schlaf heimsucht, war einfallsreich … und jagte den Menschen Angst ein.

Doch Craven erfand die schaurige Handlung nicht einfach so. Die Idee zu A Nightmare on Elm Street kam dem Regisseur durch einen Zeitungsartikel aus dem Jahr 1981 mit der Schlagzeile „Alpträume als Ursache für Tod von 18 Laoten vermutet“. Die Krankheit wurde als „Asian Death Syndrome“ bekannt, weil die meisten Betroffenen südostasiatischer Abstammung waren, insbesondere laotische Hmong. Die Betroffenen schrien im Schlaf und starben.

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Urban Fantasy – Teil 2: Geburt eines Genres

Im vorigen Beitrag sprachen wir über die Definition der urbanen Fantasy und ihren Ursprüngen. Nun wollen wir mal sehen, wie dieses Genre entstanden ist und warum es so populär wurde.

Charles de Lint, der Pionier der urbanen Fantasy

Das allererste Werk der Urban Fantasy war wahrscheinlich der 1984 erschienene Roman „Moonheart: A Romance“ von Charles de Lint. Den Begriff Urban Fantasy gab es damals allerdings noch nicht. Urban Fantasy wurde 1997 von John Clute und John Grant in ihrer Encyclopedia of Fantasy als Texte definiert,

„in denen die phantastische und die herkömmliche Welt interagieren, sich kreuzen und zu einer Geschichte verschränken, die sich signifikant um eine reale Stadt dreht.“

Ironischerweise war die Serie, die das Genre begründete, nicht in einer realen Stadt angesiedelt, sondern in einer imaginären. Newford, das von Charles de Lint erfunden wurde, stellt eine typisch amerikanische Stadt dar, mit seinen wohlhabenden Wohngebieten und Slums, seinen Stränden und Brachflächen und natürlich seinem ausgedehnten Netz von unterirdischen Tunneln. Die Newford-Serie begann mit der Kurzgeschichte „Uncle Dobbin’s Parrot Fair“, die 1987 zum ersten Mal in Isaac Asimovs Science Fiction Magazin erschien. 1993 wurden mehrere Kurzgeschichten von Charles de Lint, alle in Newford angesiedelt, von Terri Windling zusammengestellt und unter dem Titel „Dreams Underfoot“ veröffentlicht.

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Urban Fantasy – Teil 1: Die Quellen des Genres

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Was ist Urban Fantasy?

„Das Göttliche. Das Verrückte. Das Fantastische oder sogar das Spirituelle. Wie auch immer der Begriff lautet, die Menschen haben ein tiefes Bedürfnis, eine größere Realität jenseits unserer weltlichen Existenz zu erblicken.“

Diese Aussage von Damien Walter besagt, dass die urbane Fantasy das Fantastische ins Alltägliche überführt – das ist gleichzeitig auch die kürzeste Definition des Genres, die man sich denken kann. Mit anderen Worten: Die urbane Fantasy bringt Mythologie und Überlieferung in einem modernen Rahmen zur Geltung. Und es war Charles de Lint, der dieses Genre Anfang der 90er mit ins Leben rief.

Urban Fantasy ist ein junges, lebendiges Genre der spekulativen Literatur, das erst in den letzten Jahren zur Reife gelangt ist.

Besonders beliebt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, gibt es mittlerweile jedoch auch die sogenannte Adult Urban Fantasy. An sich ist es ein hybrides Subgenre an der Schnittstelle zwischen Fantasy, Horror, Science Fiction, Hardboiled-Krimis, Thriller und Romantik. Man könnte auch sagen, dass die urbane Fantasy ein Liminalgenre ist und dort zur Blüte gelangt, wo sie sich mit anderen Genres trifft, an der Grenze zwischen Alltäglichem und Phantastischem, Natürlichem und Übernatürlichem, zwischen Technik und Magie. Jede dieser Geschichten beinhaltet einige übernatürliche Wesen und / oder Menschen mit magischen Fähigkeiten, die ihre Wurzeln aber immer auch in der Realität haben.

Einige urbane Fantasy-Serien sind in naher Zukunft angesiedelt oder in einer alternativen Realität, in der übernatürliche Kreaturen der Welt ihre Existenz offenbaren. In True Blood, der TV-Serie, die von Charlaine Harris‘ Sooki-Stackhouse-Serie inspiriert wurde, erlaubte die Erfindung des synthetischen Blutes den Vampiren, friedlich mit den Menschen zusammenzuleben – zumindest theoretisch. In dieser Serie finden wir die üblichen übernatürlichen Kreaturen, die man in einer Fantasy-Geschichte erwarten kann: Feen, Vampire, Werwölfe, Gestaltwandler, Dämonen usw.. Andererseits scheut die Serie keine wirklichen sozialen Probleme: Drogenmissbrauch, Rassismus, religiöser Fanatismus und Intoleranz im Allgemeinen.

In einigen urbanen Fantasy-Serien existiert das Übernatürliche am Rande der menschlichen Gesellschaft, und paranormale Kreaturen koexistieren mit Menschen, ohne unsere Gesellschaft zu bedrohen. In anderen Serien jedoch bedroht das Übernatürliche das Überleben unserer Zivilisation. In der Serie Stadt der Finsternis von Ilona Andrews zum Beispiel zerreißt Magie das Gewebe unserer technologischen Gesellschaft und zwingt den Menschen zur Anpassung. In dieser nahen, postapokalyptischen Welt gehört das, was früher als übernatürlich galt, heute zum Alltag.

Elfen spielen Gitarre in Rockbands, Goblins durchstreifen die unterirdischen Tunnel unserer Städte, und die Toten steigen aus den Gräbern, um die Lebenden zu quälen oder zu verführen. Diejenigen, die auf dieses Genre herabsehen und es als bloßen Eskapismus abtun, wären überrascht, wenn sie etwas über seine Quellen erfahren würden. Ja, meine Damen und Herren, wie wir sehen werden, ist die urbane Fantasy von nobler Abstammung!

Der Unterschied zwischen Urban Fantasy und Paranormaler Romantik

Gibt es einen Unterschied zwischen urbaner Fantasy und paranormaler Romantik? Das ist eine strittige Frage. Theoretisch sind das verschiedene Genres, aber in Wirklichkeit ist es schwierig, sie zu trennen. Jim Butchers Serie Die dunklen Fälle des Harry Dresden ist zweifellos urbane Fantasy, während die Black Dagger-Serie von J. R. Ward gewöhnlich zu den paranormalen Romanzen gezählt wird. Aber was ist zum Beispiel mit der Mercy Thompson-Serie von Patricia Briggs? Viele Buchreihen, die zum Genre der urbanen Fantasy gehören, haben auch eine gehörige Portion Romantik unter ihren Hauptbestandteilen, aber das ist nicht immer der Fall.

Grundsätzlich ist urbane Fantasy für jeden, der eine gute, fantasievolle Geschichte zu genießen weiß, unabhängig von Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung oder ethnischer Zugehörigkeit. Das Genre ist so vielfältig, dass jeder in der Lage sein sollte, Urban Fantasy, die seinem Geschmack entspricht, zu finden.

Die Quellen der Urban Fantasy

Der Pionier der heutigen urbanen Fantasy war Charles de Lint, ein Schriftsteller, Poet, Folklorist, Künstler, Songwriter und Performer (laut seiner offiziellen Biographie). Sein erster Roman Moonheart: A Romance erschien 1984, so dass wir dieses Jahr als Ausgangspunkt unserer Zeitreise betrachten können.

Der unmittelbarste Vorläufer der urbanen Fantasy war die Horrorgeschichte, insbesondere der Vampirroman, wie ihn z.B. Anne Rices in ihren Vampire Chroniken (beginnend mit Interview mit einem Vampir, 1976) etabliert hat. Tatsächlich ist es schwierig zu sagen, wo das Vampir-Subgenre endet und die urbane Fantasy beginnt. Horrorliteratur bringt ebenfalls mythologische Kreaturen in einem modernen Setting unter. Der Hauptunterschied liegt in der Atmosphäre der Geschichten; während Horrorliteratur sich auf das Schreckliche und Makabre konzentriert, ist die urbane Fantasy in der Regel leichter im Ton und legt mehr Wert auf Weltenbau.

Die Entwicklung der traditionellen Fantasy in den 60er und 70er Jahren trug ebenfalls dazu bei, den Weg für die urbane Fantasy zu ebnen. Einige Autoren begannen, Science Fiction und Fantasy, Technologie und Magie zusammenzubringen. Bemerkenswert waren in dieser Hinsicht die Amber-Chroniken von Roger Zelazny (1970), die mit Corwin beginnen, der in einem Krankenhaus in New York aus dem Koma erwacht. Er hat Amnesie, findet aber bald heraus, dass er nicht von der Erde stammt. Er ist Mitglied einer übermenschlichen Königsfamilie, die über eine Welt namens Amber herrscht. Ebenfalls findet er heraus, dass unsere Realität nur ein „Schatten“ von Amber ist, und dass es unendliche Parallelwelten gibt, die „Schatten“ genannt werden, durch die die Fürsten von Amber zu reisen vermögen.

Dank Autorinnen wie Ursula Le Guin und Anne McCaffrey traten damals weibliche Protagonistinnen in Fantasy-Geschichten auf. Überhaupt begannen Frauen eine aktivere Rolle in der Fantasy zu spielen und waren nicht mehr nur Mädchen in Not, die darauf warteten, aus irgendeinem Kerker gerettet zu werden.

Die Romantische und Viktorianische Ära

Gehen wir nun noch etwas weiter zurück in die viktorianische Zeit. Dort finden wir viele Bücher mit magischen Objekten oder Kreaturen wie Geistern, Vampiren oder übernatürlichen Doppelgängern. Einige dieser Bücher wurden zu Klassikern, z. B. Sheridan Le Fanus In a Glass Darkly (1872), Robert Louis Stevensons Dr. Jekyll und Mr. Hyde (1886), Oscar Wildes Das Bildnis des Dorian Gray (1891), Arthur Machens Der große Gott Pan (1894), Bram Stokers Dracula (1897), und Henry James‘ Die Drehung der Schraube (1898).

Dieses Interesse am Übernatürlichen war nicht neu. Wenn wir weiter in der Zeit zurückgehen, stellen wir fest, dass sich auch romantische Autoren für das Phantastische interessierten. Das Chagrinleder (1831) von Honoré de Balzac ist ein gutes Beispiel dafür. Aber auch Theophile Gautiers Novelle Die tote Geliebte (1836). Hier wird die Geschichte einer wunderschönen Frau erzählt, die in Wirklichkeit ein Vampir ist und sich in einen Priester verliebt. Kann man ein besseres Beispiel paranormaler Romantik des 19. Jahrhunderts finden?

Jetzt erreichen wir das 18. Jahrhundert, stoppen unsere Zeitmaschine und sprechen über den Schauerroman. Diese Art von furchterregenden Geschichten gewannen in den 1780er Jahren an Popularität, erreichten im Jahr 1800 ihren Höhepunkt und fielen 1820 allmählich wieder in Ungnade. Der gotische Roman war mehr als der Vorläufer der Horrorliteratur – er legte den Grundstein für alle Genres, die wir gemeinsam als „spekulative Fiktion“ kennen, einschließlich der Fantasy. Der gotische Roman hat viele Ähnlichkeiten mit der urbanen Fantasy: das Eindringen des Übernatürlichen in den Alltag, die ständige Präsenz von Spannung und Angst, und – wichtig – weibliche Protagonisten. Der Hauptunterschied besteht darin, dass gotische Schauergeschichten meist im Mittelalter angesiedelt waren, während urbane Fantasy-Geschichten in der Gegenwart oder der nahen Zukunft spielen.

Jetzt sind wir in der Vergangenheit rund 250 Jahre gereist. Ist unsere Reise etwa vorbei? Nicht ganz! Ziehen wir noch einmal am Hebel und wagen uns noch ein Stück weiter. Das Rad der Zeit dreht sich und führt uns ins Mittelalter. Auch dort finden wir Werke, die der urbanen Fantasy ähneln.

Okay, nicht „urban“ im modernen Sinne. Dennoch finden wir Geschichten, Gedichte und Balladen, die uns von magischen Kreaturen oder Gegenständen erzählen, die den Alltag der Menschen durcheinanderbringen. Arthurianische Legenden sind das berühmteste Beispiel dafür. Wer ist schon davon überzeugt, dass Chrétien de Troyes wirklich an die Existenz von magischen Bechern glaubte, als er mit dem Parzival die Gralsgeschichte schrieb? Wahrscheinlich nicht mehr als Neil Gaiman an die Existenz eines unterirdischen London glaubt (oder glaubt er das vielleicht doch?) Für mittelalterliche Autoren war der Gral ein Symbol, eine Metapher, und ich sehe nicht, warum wir die Geschichten über Parzival nicht als eine mittelalterliche Form der Fantasy betrachten sollten.

Unsere Reise geht weiter. Wenn wir weiter in der Zeit zurückgehen, wird es immer schwieriger, Mythologie und Fantasy voneinander zu trennen. Die Römer zum Beispiel nahmen die Religion sehr ernst, da sie Teil ihres Alltagslebens war. Für die Griechen war Herkules keine fiktive, sondern eine historische Figur. Die Menschen glaubten wirklich an Sirenen, Geister und Feen. Hier finden wir die wahren Ursprünge der Fantasy, nämlich den Glauben, dass es neben der Welt, wie wir sie kennen, eine andere Realität gibt, ein magisches Reich, in dem alles möglich ist.

Zusammenfassung

Was haben wir von unserer Reise mitgebracht? Wir haben gelernt, dass die urbane Fantasy zwar ein junges Genre ist, ihre Wurzeln aber bis ins Mittelalter und in die Antike zurückreichen. Sie ließ sich von einigen der größten literarischen Werke der Geschichte inspirieren: dem Gilgamesch-Epos, den Metamorphosen des Ovid, dem Beowulf, dem Parzival von Chrétien de Troyes, Shakespears Sommernachtstraum, und anderen Klassikern.

Auf einer tieferen Ebene können wir sagen, dass die urbane Fantasy ein Genre ist, das uns mit unserer fernen Vergangenheit verbindet. Indem wir die Türen unserer Städte für das Magische und das Phantastische öffnen, hilft uns die urbane Fantasy, die Kulturen unserer Vorfahren zu entdecken, sie verständlicher und für moderne Leser attraktiv zu machen.

Im nächsten Beitrag werden wir über die Entstehung der urbanen Fantasy sprechen und sehen, wie es einer Handvoll Autoren gelungen ist, eines der populärsten Genres der Geschichte zu erschaffen.

Die drei ??? und das Gespensterschloss / Robert Arthur

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Kommen wir noch einmal zu den drei Fragezeichen zurück. Am Anfang (und zu seiner Zeit) war das eine verdammt gute Serie von Robert Arthur, und neben Miss Marple und Sherlock Holmes sicherlich eine der Buchreihen die mich zum Krimi gebracht haben. Insgesamt gibt es 43 Originalbücher, die von 1964 bis 1987 erschienen sind, bevor die drei Detektive zu einer rein deutschen Angelegenheit wurden. Allerdings hören die guten Abenteuer ab Band 29 auf.

Die Grundidee, die Mitte der 60er Jahre das Licht der Welt erblickte, war, dass drei Jugendliche eine Detektei gründen. Sie hießen Jupiter Jones, Bob Andrews und Peter Crenshaw. Ihr Hauptquartier befindet sich auf dem Schrottplatz von Jupiters Onkel Titus in Rocky Beach.

Findet mir eine Gespensterschloss!

Rocky Beach liegt in einer Ebene, die auf der einen Seite vom Meer und auf der anderen von einer Bergkette begrenzt wird, unweit von Los Angeles. Die Stadt selbst ist fiktiv, obwohl es ein echtes Rocky Beach im Indischen Ozean gibt, das heute allerdings Gilchrist Beach heißt. Und natürlich heißen die drei Detektive Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews. Die Hörspiele mit den drei Fragezeichen sind Kult, auch wenn sie nur rudimentäre Versionen der Bücher enthalten und nicht alle Bücher gleich gut sind, aber es lohnt sich, sie noch einmal zu entdecken. Die Abenteuer begannen mit dem Gespensterschloss, das 1964 im Original und vier Jahre später auch bei uns erschien. Es ist nicht gerade das beste Buch über die drei Detektive, aber immerhin das erste. Natürlich geht es um ihre blutigen Anfänge. Sie drucken ihre berühmten Visitenkarten und haben am Anfang noch nichts mit Alfred Hitchcock zu tun, der ihnen später immer wieder Fälle schickt. Er ist zunächst nicht begeistert, als sie sich in sein abgeschirmtes Studio einschleichen, um für ihn ein Geisterhaus für einen seiner Filme zu finden.

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Lord Dunsany – Die Nacht ist groß und voller Wunder

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In dem Stück “The Laughter of the Gods” des irischen Schriftstellers Lord Dunsany (Edward Plunkett) kann man folgende Zeile lesen:

“Ein Mensch ist eine sehr kleine Sache, und die Nacht ist sehr groß und voller Wunder.”

Man wird hier sehr kurz stutzen, denn irgendwie kommt einem dieser Satz bekannt vor, und dann hat man es herausgefunden. Er erinnert an die Beschwörung der Priesterin Melisandre in George R.R. Martins Lied von Eis und Feuer: Die Nacht ist dunkel und voller Schrecken. Es besteht kein Zweifel daran, dass Martin mit Dunsanys Werk vertraut ist, und diese Ähnlichkeit ist durchaus beabsichtigt. Martin, wie viele wahrscheinlich wissen, liebt es, uns in Ein Lied von Eis und Feuer gelegentlich schräge Anspielungen auf die Werke anderer Autoren unterzujubeln. H.P. Lovecraft ist einer der Autoren, die von Martin solche Anspielungen erhalten haben, und Martin war zweifellos ein Anhänger von Lord Dunsany.

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Yuggoth und die Mi-Go

Zahlreiche Texte, die dem chaotischen Universum von Lovecrafts Cthulhu-Mythos gewidmet sind, sprechen von der geheimnisvollen Welt Yuggoth, aus der die Mi-Go gekommen sein sollen, um die Erde zu kolonisieren.

Für viele ist Yuggoth der transneptunische Himmelskörper, der als Pluto bekannt ist. Er wurde 1930 von Astronomen entdeckt, im selben Jahr zum neunten Planeten des Sonnensystems erhoben und 2006 zum Zwergplaneten im Kuipergürtel degradiert. Pluto ist je nach Umlaufbahn zwischen 2,6 und 4,7 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt.

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Die Hand des Ruhmes

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Photo Credit: Hulton Archive / Getty Images

Vielleicht kennt ihr diese scheußlichen magischen Gegenstände – abgetrennte Hände von teuflischen Menschen, die in Salzlake eingelegt und getrocknet zu Talismanen verarbeitet werden. Solche Gegenstände tauchen häufig in Rollenspielen wie Dungeons & Dragons auf und geben den Charakteren einen zusätzlichen Bonus. Die Ruhmeshand hat jedoch eine lange Geschichte in Folklore, Mythen und Fakten – und ihr werden weitaus unheimlichere Kräfte nachgesagt als nur eine kleine Spielerei zu sein.

Die Idee der volkstümlichen Ruhmeshand reicht mindestens bis ins 16. Jahrhundert zurück, wo sie in Zauberbüchern wie dem Kleinen Albert von 1722 und dem Compendium Maleficarum, einem 1608 in Italien erschienenen Handbuch für Hexenjäger, erwähnt wird. Die Methoden zur Herstellung der Hand variieren ebenso wie ihre angeblichen magischen Eigenschaften, aber praktisch alle enthalten die abgetrennte Hand eines gehängten Verbrechers oder manchmal die abgetrennte Hand eines toten Kindes.

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Gefangen in den eigenen Alpträumen: Die erschreckende Realität der Schlafparalyse

Paranormal

Sie ist Gegenstand von Dokumentarfilmen, Horrorgeschichten und sogar Internet-Memes – aber was wissen wir wirklich über die Schlaflähmung, ein potenziell beängstigendes Phänomen, von dem fast 10% der Bevölkerung betroffen sind?

Früher glaubte man, dass dieses Phänomen durch Dämonen verursacht wird, die auf der Brust des Schlafenden sitzen, und die Beschreibung dieses Phänomens hat dazu beigetragen, dass wir heute das Wort Alptraum für jeden schlechten Traum verwenden. Auch heute noch sind die Ursachen und die Pathophysiologie der Schlaflähmung eher Gegenstand von Theorien und Vermutungen als von gesicherten medizinischen Erkenntnissen.

So wie wir nicht wissen, warum Schlaflähmungen bei manchen Menschen auftreten – nach Angaben der National Institutes of Health sind etwa 7,6 % der Bevölkerung betroffen – so wissen wir auch nicht, warum Schlaflähmungen manchmal wiederkehren, während sie in anderen Fällen isoliert auftreten.

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All die toten Dichter (2)

Langform

Und der Sterbliche steht da mit nassen, aber stumpfen Augen neben der überirdischen Szene, eingesponnen von Geisterraupen.

Ein Buch, vielblättriges Klee. Ein Buch, mit wilden Ergänzungen, neugefundenes Land, Noval-Acker im Broca-Hirn. Du musst – ich kann’s nicht mehr, sagt Richter, schiebt die Buttensuppe etwas unsauber zur Seite und fragt nach einem Humpen Bayreuther Bier, während die anderen die Tapeten befummeln.

„Brauchen die etwa Stifte?“

Und Schang dreht sich zu Hardenberg und Tieck. „Vielleicht fehlt ihnen der persönliche Bezug zur Tafel, die du feilhältst. Und ich bin’s nun auch leid. Es ist mitnichten angenehm, durch den Nebel zu schwirren, der ja von keinem Stoffe daran gehindert wird, in direkter Weise das Gemüt einzunässen. So ist’s als Geist. Wir hatten noch kurz vorher ein Gespräch, wie es denn wohl gewesen wäre, wenn man Lenzens Reformplan des Militärwesens in Weimar angenommen hätte, der aus einem kühnen Amazonenkorps von ledigen Edelhuren bestehen sollte, als die Nebulnis auch gleich nachließ und uns alle an ein Gasthaus denken ließ, das sich da wie ein zerrissener Traum auftat. Denk an, wir schliefen bis heut‘, und träumten, was wir jetzt würklich vor uns sehen. Eindrucksvoll und garstig. Gib ihnen Stifte, mir bitte einen Humpen! Alles ist mir recht, nur golden muss das Flüsschen sein!“

Der Struwwelpeter (Die schwarze Pädagogik)

Im 19. Jahrhundert schrieb ein deutscher Psychiater und Schriftsteller ein Kinderbuch, das, würde es heute veröffentlicht, einen unerhörten Skandal hervorrufen würde.

Man schrieb das Jahr 1845, der Autor war Heinrich Hoffmann, und das Buch hieß Der Struwwelpeter. Es ist das verrückteste Buch, das je in Deutschland erschienen ist, in dem jede darin enthaltene Moralgeschichte darauf abzielt, kleine Kinder zu gutem Benehmen zu erziehen.

Heinrich Hoffmann

Während die meisten Eltern das Buch heute als verstörend empfinden würden, liebten die Eltern von 1845 das Buch und fanden es unglaublich lustig. Der Struwwelpeter enthält zehn sehr kurze, aber schonungslose Geschichten. Im Gegensatz zu anderen Gutenachtgeschichten werden hier kleine Kinder für bizarre Fehler und schlechtes Benehmen hart bestraft.

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