Behroka ever

Es ist eine kleine Stadt, die ich im ungarisch-österreichischen Grenzland verorte, obwohl ich im Nachhinein nicht konkret behaupten kann, dass sie auch wirklich dort lag. Im Traum selbst vergas ich den Namen zunächst, aber als ich nachfragte kristallisierte sich den Name Behroka ever heraus. Tatsächlich war das Städtchen so schön, dass mir die Tränen kamen, umgeben von einem sanften Gebirge, das mir aber nach dem Erwachen entwischte. Die Recherche, die Albera ausführte, förderte Beróka als einen speziellen Männertanz oder Geschicklichkeitstanz in der ungarischen Folklore zutage, während meine eigene Suche nach einem ähnlich klingenden Ort (denn dass es sich um einen solchen handelte, ging ja aus dem Traum hervor) zum Kurort Bükfürdő führte, was mich weniger befriedigen konnte.

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Der grüne Mann

Der Grüne Mann ist ein Waldgeist, der seit Hunderten, vielleicht sogar Tausenden von Jahren in der Folklore verankert ist. Die Legende vom Grünen Mann stammt angeblich aus Europa, doch es gibt Geschichten und Belege dafür auf der ganzen Welt. Googelt man nach diesem Wesen, findet man eine Fülle von Informationen über seine Motive und Skulpturen, die in Kirchen in ganz Europa zu sehen sind. Doch hinter der Legende des Grünen Mannes steckt mehr.

Während der Grüne Mann in der heutigen Zeit als Gartenkunstwerk betrachtet wird, war er für unsere heidnischen Vorfahren einst ein Waldgott und der ultimative Wächter des Waldes.

Grüner Mann, Kathedrale Chartres

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Maskenpampe

In einem maskierten Universum ist der klare Verstand eine Verwässerung der Illusion, so machen wir ihn unrein und der Schmutz will unsere Augen schützen vor den Dörfern, die nach uns geworfen werden.

Man kann sich dann am besten sehen, wenn man sich nicht erwartet, ein Flirren in den Winkeln der Dimensionen, die ihre Handtücher falten. Diese ganzen Farben schau schau. Im Innern der Blutbahn fängt man sich an den Wänden wieder ein. Ich habe schon einmal gesagt, dass ich es brauche. Ein Heldenepos liegt auf dem Küchentisch. Bring es doch bitte nach nebenan.

Auf der Suche nach El Dorado

Am Guatavita-See, zwei Meilen hoch in den kolumbianischen Anden, versammelten sich Tausende von Indianern, um ihren neuen Häuptling zu begrüßen. Auf den Hügeln über dem See brannten riesige Freudenfeuer, während der Häuptling, umgeben von Adligen und Priestern, auf einer mit goldenen Scheiben behängten Sänfte zum Ufer getragen wurde.

Der Körper des Häuptlings war mit Harz gesalbt und anschließend mit Goldstaub überzogen worden. Er schritt auf den See zu, und während die Feuer bis zum Himmel loderten und die große Menge Gold, Smaragde und andere Opfergaben in den See warf, stürzte sich der vergoldete Mann – El Dorado auf Spanisch – ins Wasser. Als er wieder auftauchte, war seine goldene Last verschwunden. Er ging an Land, während das Volk ihn als seinen neuen Herrscher feierte.

Diese Zeremonie fand im 15. Jahrhundert oder früher statt, und daraus entstand die ganze fabelhafte Geschichte von El Dorado, dem vergoldeten Mann, der später in der Vorstellung der Menschen zu einer Stadt aus Gold und schließlich zu einem Wort wurde, das ein Traumland voller leichter Reichtümer und Glück bedeutet.

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Mörderische Musen

Wer liebt nicht eine wahre Geschichte? Sie wecken eine besondere Faszination, die uns hinterher zu Wikipedia rennen lässt, um die Fakten von der Ausschmückung zu unterscheiden. Und dann gibt es noch die Geschichten dazwischen, die scheinbar zu real sind, um erfunden zu sein, und doch als Fiktion dargestellt werden. Es mag Sie überraschen zu erfahren, dass einige der berühmtesten Werke der Literatur und des Films ihre Inspiration aus beunruhigend realen Ereignissen bezogen haben.

Einer der einflussreichsten Schreckgespenster war der amerikanische Mörder und Nekrophile Ed Gein. Gein wurde nur für zwei Morde verurteilt, obwohl er wahrscheinlich für viele weitere verantwortlich war. Berühmt wurde er jedoch durch seine bizarre Besessenheit von seiner Mutter und seine postmortalen Perversionen. Robert Bloch war der erste, der Gein in seinem Roman Psycho als die verstörte Figur des Norman Bates fiktionalisierte. Auch Leatherface aus der Blutgericht in Texas-Reihe basiert lose auf Gein, der dafür bekannt war, Kleidung und Masken aus Menschenfleisch herzustellen. Thomas Harris lieh sich für die Figur des Buffalo Bill in Das Schweigen der Lämmer eine Seite aus Geins Spielbuch.

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Die blaue Stunde

Seit ihrem Durchbruch 2015 mit „The Girl on the Train“ hat sich Paula Hawkins als meisterhafte Erzählerin psychologischer Spannungsromane etabliert. „Die blaue Stunde“ bleibt dieser Linie treu und bietet eine Geschichte, die sich langsam entfaltet, dabei aber zunehmend an Intensität gewinnt. Es ist kein klassischer Krimi oder Thriller, sondern vielmehr ein atmosphärisch dichter Roman, der einer kunstvoll geknüpften Intrige gleicht: Man weiß, dass man irgendwann das Zentrum erreichen wird, doch was einen dort erwartet, bleibt lange ungewiss.

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Der kreischende Wald

Im Herzen der Grafschaft Kent, unweit der malerischen Kulisse von Pluckley, erstreckt sich ein Forstareal, das unter dem Namen Dering Wood bekannt ist, im Volksmund jedoch fast ausschließlich als „Screaming Woods“ bezeichnet wird. Dieser Beiname ist untrennbar mit dem Ruf des Dorfes Pluckley verbunden, das bereits durch das Guinness-Buch der Rekorde als der am stärksten von paranormalen Phänomenen geprägte Ort Großbritanniens geadelt wurde. Die Screaming Woods nehmen in dieser lokalen Mythologie eine zentrale Rolle ein, da sie als Schauplatz für akustische und visuelle Anomalien gelten, die weit über die Grenzen Englands hinaus das Interesse von Parapsychologen und Enthusiasten des Makabren wecken.

Liste der Spuk-Phänomene um Pluckley

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Die Wirklichkeit verliert ihren hübschen Schmollmund

Die Gespenster verschwinden, sie werden als Erinnerung
blass, Gedanken gehen schon fehl, krachen an die Wand
ein Durchdringen jetzt nicht
ein Raum wie eine Barke
verschwindet sie, bleibe ich zurück
das Lebhafte ist nirgendwo verzeichnet, kein
Abspielgerät zumindest der wichtigsten Knotenpunkte
kein Infostand – mit Reklame für den Frieden
kein Rückspulsekret – verteilt um den
Lautstärkeregler und dann erst das Bild

Es ist die Freude der Erde, wenn sich die Würmer
dazu erbarmen, die Abfälligkeiten zu beseitigen
oder Noblesse walten zu lassen, gelb schon, Zeit schon
aber alles parkt auf dem Rücken der Niederlagen
und der Wettkampf hat begonnen, nicht
schnell genug, Bursche, du wirst noch mehr
Kartoffelsuppe vertragen müssen, wirst dir
andere Schuhe, denn Wandern ist des
Windmühlenbesitzers Lust, wirst nicht mehr
am Rückspulsekret schaben

Warum ein wilder Ritt nicht zum Ufer führt

Das Irrsein spricht in glatten Talern,
es biegt Bäume im Wind und achtet nicht auf das
Ungemach, verborgen noch in Schloten und hinter
mesmerisierenden Worten. In der Nacht stehen die
Stühle still auf all ihren vier Hufen, gereinigt von
den Ärschen des Tages, die sich im Sitzen Visionen
ihrer Zukunft erdenken. Unter den Brücken gefriert
die Luft in den Lungen, ein Ziel ist auch ihnen
unbekannt. Sie beben stets über einem Orkan,
zwischen den Gliedern nur ein Seufzen.

Lichter, wunderdicht
Armengebein, Finder von
Trassen

Die Szenarien der Taubheit sind angebrochen – nichts bleibt
außerhalb einer endlos rollenden Straße gesichtsreif, nichts
streitet sich über den Tag oder das darin verborgene Wunder.
Als gäbe es nichts zu tun scheinen die Häuser leer, so
legen sich die Dörfer in die Mitte, dorthin, wo früher
die Muttersau ihren Ferkeln zum Brunnen wurde. Um die
Gassen wird ein Gedanke geführt – Halt sucht er vergeblich
am blanken Mauerwerk, dem Holzgestade ringsherum.

Die Knochen könnte der Mörtel geben, ritzenfest und
weniger schmuck als vorgesehen. Die tastbaren Hindernisse
fehlen, die Scharten waren nie dazu gedacht, Fenster zu
werden. Das Auge glüht sich in ein Bild, ein Streifen
der Weltfedern fern der Hieroglyphen auf Toren, Portalen,
Stelzen und geschnitzten Männchen. Ich setze mich auf diesen
unzugänglichen Stuhl, betrachte über mir die Launen der
verirrten Sträucher, gekennzeichnet durch Knoten in den
neu erwachten Trieben, mit denen sie die Pfosten sprengen.

Die Menschheit ist ein Klumpen
und die Worte reduzieren sich
sie sind ein Bestandteil des Irrationalen
das alles bestimmt

manchmal feiert sich eine Zusammenkunft der
Klicklaute

(Das eines Tages zu sprechen ist ein
ständiges Bewegen der Lippen)

Ich weiß auch nicht, was sie alle hatten,
auf einmal waren sie fort, ein Ring
aus Düften haftete wie Schnee an
den Ketten, weiß und Begierig darauf,
kalt zu sein
Kältebrausen – aber nur farblich – ihr
Fragment blieb ihnen erhalten