Das Unendlichkeitsprinzip

Bouquinist

Mallarmé hat das Lesen immer wieder in ganz prägnanter Weise zum Thema gemacht. Er hat für die Poesie demonstrativ ein Geheimnis reklamiert und ihre Rezeption einer Extensivierung und Beschleunigung der Lektüre gegenübergestellt. Mallarmé kämpfte als Dichter auf verlorenem Posten um Resonanz bei einem bürgerlichen Publikum, das er bereits zu einem großen Teil an die Massenpresse … Weiterlesen

Im dunklen Trüb

Früher eine Schänke, Quellen aus Mondlicht, ein Splitter der Ver­ gangenheit. Hier wurde weder Licht noch die Luft selbst gelüftet, die Gäste sprachen Double Dutch, flüsterten laut, hatten sich nichts zu sagen und sagten sich nichts zum tausendsten Mal. Das Strand­ gut eines Sommerplatzes: den Elenden gab man gastfrei. Sie stand in der Ecke und sah … Weiterlesen

Muttermörder

Sie sagt »Ba!«, spricht, mehr mit Händen, die Matte in der Ecke an, hebt das Fleischgewitter unzart in den Horizont, ich folge mit den Augen. »Ba!« schalmeits, das Urweib urlautet festgestampft auf dampfem Boden (Käulen statt Schmuck), sie steht da und sagt »Ba!« wie ein Kind, das zum ersten Mal die Zunge lippt, das erste … Weiterlesen

Nimrod

Nichts ist mir zu heiß in diesem Land des Nimrod, nichts ist mir die Sonne, der Sand, vor allem aber die Sonne, die wankt, den ganzen Tag wankt, die mich anglüht. Eile Du nur vorwärts! eile zu den Gärten, erblicke die große nichtssagende Schönheit, die alles enthält: das Ganze und dich; jede Blume, auch dich!Unter … Weiterlesen

Titanomachia

Alle Mütter stehen Spalier, senden ihre Töchter aus, ihre Hände wedeln dich nach unten, zart wie Tulpenpastellblüten. Halten werden sie dich nicht, aber mildern den Sturz, Titanomachia.Das Thema ist natürlich die Zeit, es gibt kein anderes. Sie steckt tief in Adams Splancha. Der stellt sich vor, wie es wohl wäre, wirklich in einen anderen Körper … Weiterlesen

Höhle oder Loch

eine bestimmte Stelle an der Schulter bringt das radfahrende Mädchen in die Bredouille, das umfällt während ein Papierfetzen Bazooka-Joe auf das Ufer späht zappelt, die Hose ist fast weg, der weiße Teig zeigt die Sitzbacken jetzt aber schon etwas arg die Voyeure atmen oder besser gesagt, die Hacke eines Fußes, feuert auf das Kaugummipapier beim … Weiterlesen

Nekyia

Tausend Jahre der Nacht. Die Sonne ist nicht mehr zu sehen. In dieser stahldunklen Umgebung wird alles zu Stein; die Sinne der Menschen und Tiere mutieren. Die Ultraschalljäger dominieren. Licht wird künstlich hergestellt.Sie sitzt in einer Höhle und näht ihr Hochzeitskleid. Er schläft bei ihrem Grab. Ach was ist sie für ein wundervolles Wesen, unreduzierbar … Weiterlesen

Felder, verrutschende Äcker

Es ist in mir eine Zerstörung im Gange, die Prospero in seinem Schloss schon kommen sah. Von Angesicht zu Angesicht stand er dem Übel gegenüber: der Pest.Ich kam von Wolken, aber sie gehörten mir nicht. In der Tat schaukelte der Mann sehr schön, und nach Art und Gewohnheit der Gehängten jener Zeit starb er als … Weiterlesen

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