The Crow

the crow

Nun stell dir vor, dass diese Liebe im Nu gewaltsam von dir genommen wurde. Du hast von einem Augenblick auf den nächsten alles verloren. Was würdest du tun? Würdest du verzweifeln? Drogen und Selbstzerstörung über dich stülpen? Jeden, den du triffst, deinen Hass spüren lassen? Oder würdest du etwas anderes machen? Dich etwa in Kunst ausdrücken?

Sein Name ist James, und ihr Name war Bethany. 1978 wurde sie von einem Fahrzeug erfasst und getötet. Laut dem Archiv einer James O’Barr / The Crow-Fanseite war „Beth allein auf einem Bürgersteig in Detroit unterwegs, als ein betrunkener Fahrer in einem Lieferwagen sie erfasste und sie durch mehrere Vorgärten schleifte.“ Dieses Ereignis prägte James O’Barr so gewaltig, dass das Ergebnis Comicgeschichte geschrieben hat und bei all jenen auf Widerhall stieß, die ein Exemplar des Comics The Crow von 1989 besitzen oder den gleichnamigen Film von 1994 sahen oder, wenn alles gut läuft, dem Neustart des Films in naher Zukunft entgegenfiebern. Über all die Jahre hat es fünf Filme über The Crow gegeben, und lange schon kursieren Gerüchte über einen weiteren. Das Projekt, das jetzt von Regisseur Corin Hardy (Hallow) geleitet wird, sichtete für die Rolle der zentralen Figur Eric Draven bereits eine Menge möglicher Darsteller.

James O'Barr
James O’Barr

Nachdem O’Barrs Welt zerbrochen war, wechselte er in die Welt des Militärdienstes, trat den Marines bei und wurde in Deutschland stationiert, wo er begann, Kampfhandbücher zu illustrieren. Tagsüber zeichnete er fleißig für sein Land, aber abends suchte er sich heftige Konfrontationen. Die oben genannte Fanseite bemerkt, dass er sich „während des Feierabends kopfüber in Schlägereien stürzte. Im Nachhinein war sein Verhalten offensichtlich selbstzerstörerisch, und es ist es ein Wunder, dass er noch am Leben ist.“

O’Barr erreichte seine frühe Entlassung aus seinem Militärdienst und entschied sich, nach seiner Heimkehr, die Person zu suchen, die für den Tod der Frau verantwortlich war, die er liebte, und sich zu rächen. Stattdessen erfuhr er, dass der Fahrer bereits gestorben war, angeblich unter natürlichen Umständen.

James O’Barrs Geburtstag wird am 1. Januar gefeiert, aber er selbst ist sich nicht sicher, ob es wirklich sein Geburtsdatum ist. Er kam in einem Wohnwagen zur Welt und wurde erst etwa eine Woche später in ein Krankenhaus gebracht. Sein Vater war, während er das Licht der Welt erblickte, betrunken, und weder er noch seine Mutter konnten sich an das tatsächliche Datum seiner Geburt erinnern. Von diesem Zeitpunkt an drehte sich für O’Barr das Karussell der Pflegefamilien bis er ungefähr sieben Jahre alt war.

Zu zeichnen begann er schon früh; desinteressiert an den Illustrationen, die er in seinen Bilderbüchern vorfand, kreierte er seine eigenen. Er zeigte sie niemanden, wollte die negative Aufmerksamkeit seiner Pflegefamilie nicht auf sich ziehen. Trotz des Trostes, den er beim Zeichnen fand, behielt er seine Arbeiten für sich und isolierte sich sozial.

Durch das Zeichnen entdeckte er jedoch einen Weg, seine Gedanken und Gefühle auszudrücken.

Ohne sich jemals einer Kunstschule angeschlossen zu haben lernte O’Barr, instinktiv Bilder zu schaffen, die von Emotionen durchtränkt waren. Die Charaktere, die seine Geschichten bevölkern, scheinen aus echtem Fleisch und Blut zu bestehen und rufen tiefe Reaktionen des Publikums hervor. Durch seinen künstlerischen Ausdruck entfernte sich O’Barr von den typischen Figuren der meisten Comic-Bücher und wandte sich der Renaissance-Skulptur, lebenden Modellen und der Stillleben-Fotografien zu. Statt einer übertriebenen Helden- und Schurkenanatomie nahm sich O’Barr die Formen von Michelangelos Kunst vor, und dieser Realismus zeigt sich in jedem Bildstrich, besonders aber in The Crow.

James O'Barr
James O’Barr

O’Barr erhält im Gegensatz zu vielen anderen Künstlern kein Drehbuch und bringt es dann als Bild auf Papier. Stattdessen hat er sein gesamtes künstlerisches Leben als Schöpfer und Illustrator verbracht und wird nur dann in Projekte involviert, wenn er einen persönlichen Bezug dazu hat. Jede Linie in jedem Bild rührt von einer tiefen Emotion, sei es Liebe, Hass, Wut oder Trauer. Jedes Bild hat eine Lebenskraft, die auch das Publikum betrifft. Für O’Barr ist Zeichnen Therapie. The Crow, sowohl die Graphic Novel als auch der Film, drücken den rohen Schmerz von Liebe und Verlust aus, wie ein kaltes Rasiermesser, das über einen Nerv gezogen wird, inklusive der zerstörenden Wut, die daraus folgen kann. Hier wird der Schmerz in das Licht gedrängt und das Publikum wird gezwungen, ihn als das zu betrachten, was er ist: ein Lehrer. In seinem ersten Auftritt wird The Crow auf die Straße gestoßen, registriert den Schmerz aber kaum und sagt: 

„Ich kenne den Schmerz auf molekularer Ebene. Er zieht an meinen Atomen und singt in einem Alphabet der Angst zu mir.“ 

The Crow illustriert all denen Gerechtigkeit, die Mut brauchen, um ins Angesicht der Angst zu blicken. In den Köpfen des Publikums wird die Idee des Antihelden als jemand verfestigt, dessen Handlungen gerechtfertigt sind, der aber genauso viel Angst und Schrecken erzeugen kann wie die Schurken der Geschichte selbst.

The Crow verkörpert Liebe, die zur Wut geworden ist, Verzweiflung, die sich zum Wahnsinn wandelte. Mit krass-weißer Haut, einem schwarzen Haarschopf und dem verräterischen Schwarz über seinen Augen und seinem Mund, das ein nie endendes Grinsen erzeugt, war The Crow eine neue Art von Held der unerbittlichen Rache und äußersten Brutalität, jene Art von Held, die Batman wäre, wenn er ganz seiner Dunkelheit nachgeben würde. Das soll nicht heißen, dass The Crow einfach ein hirnloser Killer ist, der auf Rache sinnt. Weit davon entfernt. Eric Draven ist trotz der Verwandlung immer noch derjenige, der er einst war. Wir erhaschen einen flüchtigen Blick auf ihn, wenn er sich an die schönen Dinge erinnert, die er mit seiner verlorenen Liebe teilte. Obwohl die Geschichte einen düsteren, unbeugsamen Blick auf den sintflutartigen Einbruch der Tragödie bietet, zeigt sie auch, was Gerechtigkeit und Erlösung leisten können. In den Worten von The Crow im Film von 1994:

Die Blutgräfin

Paranormal

Wahrscheinlich habt ihr die Legende von Elizabeth Báthory schon hunderte Male gehört, auch wenn ihre Name vielleicht nicht gleich ins Gedächtnis springt. Sie wird als Blutgräfin bezeichnet und Gerüchten zufolge ist sie ein Vampir. Diese monströse Frau hat ihren Platz in der Geschichte und in der Folklore gefunden und ist in Hunderten von Formen in Film und Literatur aufgetaucht, und das alles wegen ihrer grausamen Verbrechen.

Mit bis zu 650 Opfern ist sie die angeblich produktivste weibliche Serienmörderin, wobei die Zahlen variieren. Gräfin Elisabeth Báthory (geboren am 7. August 1560) stammte aus einer angesehenen ungarischen Familie und heiratete Ferenc Nádasdy, als sie gerade fünfzehn Jahre alt war. Während ihr Mann auf Reisen war, wurde sie oft allein auf ihrem Schloss in Čachtice in der Slowakei zurückgelassen; in seiner Abwesenheit beging sie ihre Verbrechen. Mit Hilfe mehrerer Komplizen (zwei alte Frauen und ein entstellter Junge) begann Báthory, Mädchen aus der Umgebung auf ihr Schloss zu locken, wo sie ihnen einen Job in Aussicht stellte und sie dann zu Tode folterte.

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Die Erzsébet Báthory-Besessenheit im Zeitalter des Internets

1996 war das Internet noch jung, und niemand interessierte sich für Erzsébet Báthory, eine ungarische Gräfin, die um die Jahrhundertwende lebte und starb und möglicherweise Hunderte von Dienstmädchen ermordete. Niemand, bis auf den 47-jährigen Dennis Báthory-Kitsz, der eine Oper über sie schreiben wollte. Er hatte Material gesammelt – eine Skizze, eine Bibliografie und einige Fotos von einer Reise zu einem ihrer Schlösser. Um das alles zu organisieren, richtete er die Website bathory.org ein. Sie sollte eine private Ecke im Internet sein, in der Dennis seine Gedanken sammeln konnte – „im Grunde ein Dokument“, sagt er. Aber dann kamen die Fangirls.

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Fünf Wege, den Teufel zu überlisten

Sagen wir mal, du hättest ein kleines Teufels-Problem. Vielleicht ist er einfach uneingeladen aufgetaucht und lockt dich nun mit der Erfüllung deiner Herzenswünsche. Eventuell soll eine verflossene Liebe wieder aufflammen, oder er offeriert dir Reichtum, oder die Reduzierung deines Gewichts, oder eine “Du-kommst-aus-dem-Gefängnis-frei-Karte”. Und obwohl du es besser weißt, obwohl du weißt, dass es sich zu gut anhört, um wahr zu sein, genügt dieses Wissen nicht, um die Offerte einfach zu ignorieren. Vielleicht ist er ja auch nur gekommen, um dich aus Spaß zu quälen und du hast keine Möglichkeit, ihm zu entkommen. Wie geht eine ansonsten aufrechte Seele mit einer Situation wie dieser um?Es kommt natürlich auf die Umstände an, aber deine Möglichkeiten stehen gar nicht mal so schlecht, auch wenn es zunächst nicht so aussieht. Sicher, die einfachste Möglichkeit bestünde darin, den Standard-Vertrag zu nehmen, aber wie viele von uns bereits haben lernen müssen, beinhaltet der Standard-Vertrag nicht immer das Beste, das man herausschlagen kann. Und wenn der Teufel nur da ist, um seine Muskeln spielen zu lassen – es also gar nicht um einen Vertrag geht – magst du dich erst einmal hoffnungslos fühlen. Wie ich das sehe, hast du fünf Möglichkeiten, dich zu retten. Suche dir diejenige heraus, die zu deiner Situation passt, aber bleibe in erster Linie erst mal locker, okay?

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Zerberus sucht sich das Weite

Alle Höllenhunde zu mir und um mich herum, der Fährmann schmilzt in seinem Kahn. Es sollte ein Brückenfest geben, die Flüsse der Unterwelt waren reich geschmückt und dann : eine Prozession kriecht bergan und schleudert Federn in die Luft, die sich binnen Sekunden in graue Geier verwandelten und davonstoben, um sich den fliegenden Würmern zu widmen, die in ihrem Bauch wimmerten und keuchten, so dass ein Lied von ungeahnter Traurigkeit entstand. Die Köpfe des Hundes waren Legion, nicht drei, wie man mir sagte. Die Kutte des Fährmannes brannte – es war ein gar heiterer Scherz, den Boten in einen Phönix zu verwandeln, der er freilich nicht war, weshalb er mit seiner ledrigen Hand – nicht knöchern, wie man mir sagte – in die schwarzen Wasser griff und sich sehr langsam beregnete. Nun hatte er Gäste in seinem Totholzkahn, die nicht zu spät ans andere Ufer gelangen wollten. Man hatte ihnen eine spektakuläre Überfahrt zwar versprochen, aber sie empfanden die feurigen Lichtkaskaden unpassend gegenüber ihrem Ableben. Sollte Dante recht behalten, würden sie das Gasthaus noch vor dem Hund erreichen, der sich nun bückte, um über seine vielen Köpfe zu springen, denn die Last war offenbar. Sie konnten schon den hell erleuchteten Eingang sehen, wo sich ein fetter Wirt gerade bückte, um ein oder zwei Augen aufzuheben, die aus der Tür gefallen waren. Nichts war mehr an seinem Ort, und wenn man etwas suchte, musste man vorher einen windigen Dämon beschwören, der gerne die Ohren als Bezahlung nahm. War Hören uninteressant geworden in den Ecken und Kanten und Fugen und Nuten? Nicht zur Gänze, doch die pochende Luft wurde jetzt durch eine größere Antenne in die richtige Abfolge transzendiert. Die Worte waren Bilder geworden, die sich auf allen glänzenden Dingen zeigten. Karl, der hier nun Charon genannt wurde, fischte aus seinem Kleiderschrank ein neues Kostüm; ein Boot mit vielen Wendungen. Die Gäste staunten ihn an, mussten sich aber selbst in die Ruder beugen, während der springende und sprungende Hund nur noch ein paar seiner sinnlosen Köpfe zu überspringen hatte. Wie aber wollte er sich ohne diese zum Mahle setzen, wie die Knochen in kleinste Brocken beißen, wie das sinistre Fleisch aus den Pfannen schlotzen? Und er nutzte seinen Schlund, nicht das Maul, wie man mir sagte, um zu schlingen und zu würgen, bis die Magensäure die Opfergabe ganz und gar in sich versenkte.

Können wir, verehrter Karl jetzt endlich zum Gasthaus gebracht werden, bevor die verdammte Töle uns den Appetit so ganz verdorben hat?

Das Fass lief dem Fährmann über und er beseitigte die Seelen mit einem Handstreich aus seinem Gefährt, die sogleich von den finsteren Wogen aufgeleckt wurden, denn unter ging man hier nicht, wie man mir sagte, man trieb wie ein Kork ganz obenauf, bis sich irgendwo eine Zunge fand, die das Gasthaus wie ein Traum erscheinen ließ.

Der heikle Ritter

Der heikle Ritter hatte keine Gelegenheit, seine saubere Hand noch sauberer zu bekommen. Alle Wasser lagen hinter ihm und vor ihm nur der Suff bitterer Blätter, die seine Hand beschmutzten, bevor sie ihre Wirkung taten. Ein Kavalier ohne Rose, die er jemanden bringen könnte. Er nahm seinen Platz ein neben der Hecke, wo er nicht auffiel, weil sein Mantel die Luft imitierte. Niemand sah ihn da, niemand rempelte gegen seine Aura und schon gar nicht gegen seinen Schwertarm. Die kleinen schiefen Fenster behagten ihm nicht, denn ein gefasstes Glas gebietet Augen. Die Dunkelheit wollte nichts von ihm, aber wie viele unnütze Begegnungen sind erforderlich, um den Weg zu finden, der von allen Himmeln baumelt, aber nur einmal am Tag zur Ruhe kommt. Mann nannte ihn DIE SAUBERE HAND, weil er darauf achtete, nichts Irdenes zu berühren. Ein Ritter ohne Rose, die er jemanden hätte bringen können. Längst ist ein Hügel um ihn geworden, ein bitteres Kraut wächst an seinem Fuße. Es mag sich nicht um Rosen handeln, aber ein Singsang weht im Zwielicht davon, das nur von Glubschohren zu erkennen ist. Diese seltenen Rundungen großer Gehörgänge brechen das Licht auf eine Weise, die dem spreißeligen Holzrücken nahe steht. Der heikle Ritter verwehte, der heikle Ritter verklang. Ohne Rose, die er hätte jemanden bringen können, taugten ihm auch die Jahreszeiten nicht mehr und er verlor seine innere Spannung. In manchen Tälern nahmen sie seine Verwehungen gerne auf, doch längst nicht überall. Dort bewarfen sie seine schlanken Teile mit einem ordinären Dung, der noch nicht einmal gut brannte. Seine Rüstung hatte längst das Weite gesucht, strebte einen Platz in einer sicheren Kommode an, bewacht von Argusaugen, angebracht an der gegenüberliegenden Wand in den Mustern der Renaissance-Tapete. Kalte Augen. Wirklich, der Tapezierer fror. Keine kostbaren Fransen und Borten mehr. Die Rüstung steht gut hier. Und die Rose, die er jemanden bringen könnte. Er schwankte um das rundes Canapé herum und entriss all seine Kleidungsstücke der Garderobe, zumindest so viel, wie er für einen Besuch benötigte. Drunten stand die Eisenbahn, angeschirrt 1 Pferd. Es kam ein Gast und noch 1 Pferd und immer so weiter, bis alle Pferde alle Lücken ausfüllten und es weder Lücken noch lose Pferde gab. Nachts um drei wurde er endlich zum Ritter geschlagen, das Tapezierhandwerk ließ er vorsichtshalber aus seiner Etikette streichen.

Tollhaus

almosengumpig hatte der italienische bischof Goffredo de Prefetti den plan, hinunterzusteigen ins Heilige Land, um dort die schwerter so singen zu lassen, dass ihre kehlen mit angedicktem blut geölt nie gekannte befriedung erfuhren und so tat er ein haus auf dort zu London und baute es über einer kloake, wo der strom der elenden hinterteile nie versiegte. Vorm wahnsinn fürchtet man sich noch am besten, die tänzer können nicht für ein verbrechen baumeln, die schwarzgalligen nicht für treulosigkeit verbrannt werden, dummes huhn, was krähst du in die ferne, schau putt putt da hast du tupp tupp

leider leider was schöner rauch das wäre neben den ungeliebten weibern, die milch bereits im euter quarken, brotleiber auf den hinterbacken kneten und den schlendrian im wald in ein loch purzeln lassen, dass er lande bei den elven

die finsterei wurde geflüstert, dämonisches ringen kuriert, schwefel- und zundermasken im feuer gesehen

wir sind der sache nicht gewachsen
wir wachsen nicht aus stahl heraus

Ich wusste nicht dem Hunger zu begegnen, also nahm ich mir einen Sessel, den ich aß. Sein Polster war mir rotes Trockenfleisch in einer dunklen Ecke voller Morasch. Dort spie auch ich danach, und spielte, „eine fliehende Ratte zu benetzen“, doch ich traf nur meinen Schuh. Das Holz war feiner Sensenstaub, von Wurmverwandschaften vorbereitet, ein Brot daraus zu backen schien mir fremd, zumal der nächste Ofen im Keller gerade Knochen verbrannte. Ich hatte keine Magie in meinen Adern, nur absonderliches Blut, abgestanden wie die Luft in den Gängen des alten Bedlam.

Ein Irrenhaus ist eine gute Wahl, wenn nicht irgendwo ein Krieg tobt, in dem man sich zermalmen lassen kann. Ich sehe sie noch vor mir, die duftenden Damen, die Besucher durch das Haus navigierten, damit sie nicht in ein Loch im maroden Boden fielen, sondern der peinlichen Therapie ihr vollgepumptes Gewissen übertragen können, ein Theater wie sonst nirgendwo zu sehen. Das bizarre Regelwerk der Spiele.

so viel war es nicht, das wir wussten
so viel war es nicht, das wir verloren

Wir setzten uns auf die ausgehärtete rostige Spucke und zählten die vergangenen Tage durch. Es waren immer gleich viele. aber ihre Zahnspangen hatten sich jedes Mal verändert. Die kühle Luft, früher undurchdringlich aufgrund abweisender Partikel, hatte sich in Gang gesetzt und schob uns die Karten für den Eintritt zu. Es war ein großes grabschen und nehmen, und am Ende folgten wir dem Parfüm in einen großen Blechraum, von dessen Decke ein Stuhl in der Mitte baumelte. Wer darauf festgebunden war konnte das nackte Auge nicht erkennen, so schnell wie er sich drehte, wie in einem Nebel verwischte die Gestalt und bald musste sie im Nichts verschwunden sein, in 43 Teile zerfallen und hinter ihr ein Schlosshof zu sehen sein. Wo war das noch? Ich kannte das Bild, merkte es mir jedoch nicht, weil sich die Wunde augenblicklich schloss und alles wieder Blech und Wahnsinn war.

Das Jahr der Spukhäuser

Jedes Haus wird heimgesucht. Die Frage ist, wovon?

Sobald man ein Haus betritt, weiß man es. Manche fühlen sich gut an, andere nicht. Und wie ein guter Wein sind ältere Häuser komplexer.

Im Sommer 20xx wurde ich nach Irland geschickt, um als Mitglied der Stonecoast MFA an einem Creative Writing-Programm teilzunehmen. Ich war dankbar für die Chance, herumzureisen und ungeduldig, diese Erfahrung zu machen, muss allerdings gestehen, dass Irland vor meiner Ankunft nicht auf meiner Liste stand. War Wales nicht malerischer? Und von London aus nicht besser zu erreichen?

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