Könnte doch jemand wie ich dich tragen ins Allerlei-Gespinst,
So schwer die Träne haftet an den Antlitzen der Statuen,
Gewöhnlicher war ich nie; und fand Novemberkälte
Und fand den Winterschmerz in den großen Hallen der Masken,
Die von einem zum andern wechseln, von der Scham keine Spur
Zwischen Riffeln und Reue, zwischen Schaum und Kontrast,
Der die Niederungen hebt wie ein stolzes Gebirg. Geklopft wird
Lange nicht mehr an die Tore des Mumpenzimmers,
An den Holzstock, der die Friese ersetzt. Die Schwelle,
Durch Raunen zum Stillstand gebracht,
Die Gesellschaft in Bewegung erfrorn.
Könnte doch jemand wie ich durch die Lustwiege schreiten,
Es wäre mir all meine Gesichter wert.
Endlich kam ich zu den großen Hallen, die das Verschwinden nicht nur markieren, sondern das Verschwundene auch beinhalten. Man erzählte sich, dass alles, was je verschwunden war, sich hier wieder einfand, in einer der unzähligen Kammern, die so angeordnet waren, dass sie – wie Hilberts Hotel – in die Unendlichkeit ragten. Nie würde irgendjemand feststellen können, ob keine oder unendlich viele Gegenstände hier versammelt sind, oder gar unendlich mal unendlich viele. Allerdings könnten sich die verschwundenen Dinge verändert haben; was immer sie einmal darstellten, es könnte die Zeit oder der Eigensinn dafür gesorgt haben, daß man sie nicht mehr wiedererkannte. Ein verlorener Knopf, dessen Bestimmung es einst war, eine Strickjacke im Verbund mit anderen Knöpfen auf der Knopfleiste vorne auf der Brust zu verschließen, könnte in diesen großen Hallen zu einem komplexen Türschloß geworden sein, das einen geheimnisvollen Raum vor Zutritten schützt. Seine Aufgabe mag immer noch passiv sein, aber sein Stolz wird ihm auch nur die Erwähnung eines Knopfes in seiner Gegenwart verdrießlich erscheinen lassen, weshalb es völlig unangebracht wäre, den Schließmechanismus nach seiner etwaigen Vergangenheit zu fragen, um den Knopf, den es vielleicht nirgendwo anders mehr zu kaufen gibt, wiederzufinden.
