Modellbau

»Das sieht alles so roh und verletzlich aus …«
»Nunja, es ist ja auch frisch geschlachtet.« Ogreiner grinst sein fleischiges Mundwerk zur Kundin hin. Im Hintergrund die Poster mit den Hellebarden, eins mit dem Porträt des alten Perdix, Sägemotoren zu seinen Füßen. Im Öl schwimmen Rinderhüften, Haut, Horn. Auf einem großen abgeschabten Holztisch Schlachtschussapparate, eine Wanne voll Blut, auf der einige blau perlende Blasen wippen, zumindest sieht das so aus. Die Knochen … »wenn Sie die nicht zerhacken, können wir sie wieder zusammenbasteln. Die Kinder hätten ihre Freude daran, wollten schon immer ein Skelett. Klar, die Kuh ist ziemlich groß (oh ja), die paßt nicht in ein Kinderzimmer … Wissen Sie, wir haben ja beide Bankert in nur einem Zimmer unterbringen können (verstehe), andererseits wäre es doch mal was anderes …«
»Ich kann Ihnen aber auch ein Kalb von den Knochen schälen, wenn Sie das …«
Sie schürzt die Lippen, ihr Atem will raus. »Ich hätte da aber eine Bitte. Wenn es Ihnen nichts ausmacht.«

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Wanderung durch Innsmouth

Was würde ein Besucher in den Straßen von Innsmouth vorfinden, kurz bevor die Stadt von den Soldaten eingenommen wurde, die den Angriff anführten? Nun, dies ist ein kurzer visueller Führer zu einigen der interessantesten Sehenswürdigkeiten von Innsmouth mit Kommentaren aus den Tagebüchern von Besuchern, die sich kurz vor dem Fall der Stadt dort aufhielten.

Bus nach Innsmouth
Der einzige Bus zwischen Arkham und Innsmouth.

Ein einziger Bus verkehrte täglich auf der Strecke Arkham – Innsmouth; ein schlammiges Fahrzeug in einem heruntergekommenen Zustande und ohne den geringsten Komfort.

Ein einziger Bus verkehrte täglich auf der Strecke Arkham – Innsmouth. Es war ein schlammiges Fahrzeug in einem heruntergekommenen Zustand, ohne den geringsten Komfort. Ein rumpelndes Transportmittel, das endlos lärmend über die verschlungenen, unbefestigten Straßen knarrte, die dem Manuxet folgten.

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Innsmouth – Die geheime Geschichte

Die geheime Geschichte von Innsmouth – Geheimnisse, die nur wenige über die grausame Stadt erzählen

Die wahre Geschichte von Innsmouth bleibt unter einem Schleier des Grauens und der Blasphemie verborgen. Der aber wollen wir uns heute widmen, nachdem wir uns in Innsmouth – Die offizielle Geschichte – bereits angeschaut haben, wie man sie diese in der Öffentlichkeit zurecht gelegt hat.

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Innsmouth – Die offizielle Geschichte

Diese Woche geht es um eine der berühmtesten von H.P. Lovecraft geschaffenen Städte. Eine der bekanntesten abgelegenen Ecken des so genannten Lovecraftschen Landes, Schauplatz einer seiner bekanntesten Kurzgeschichten. „Der Schatten über Innsmouth“.

Heute erfahrt ihr hier die offizielle Geschichte, aber es gibt noch eine geheime Geschichte, die ihr dann im nächsten Artikel – Innsmouth – Die geheime Geschichte – zu lesen bekommt.

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Wie der Horror mit dem Tod fertig wird

Wir werden durch Symbole, Rituale, Religionen, Sprache und Kunst gelehrt. Unsere gesellschaftliche Sicht der Sterblichkeit verschiebt sich immer dann, wenn sich in unserer Kultur Veränderungen vollziehen. Zum größten Teil, zumindest in der westlichen Gesellschaft, fürchten wir den Tod und versuchen ihn irgendwie zu besiegen, um Unsterblichkeit zu erlangen.

Die Notwendigkeit, den Tod zu besiegen, war stets ein Hauptimpuls der Menschheit. Vielleicht versuchen wir, Unsterblichkeit über die biologische Schiene zu erreichen, indem wir durch unsere Elternschaft versuchen, eine genetische Kontinuität zu erlangen. Ein anderer Weg, auf dem Menschen versucht haben, den Tod zu besiegen, ist durch Kreativität und Erfindungsgabe. Indem wir etwas machen, das über unsere Lebenszeit hinausgeht, versuchen wir die Unsterblichkeit zu finden. Dramatische oder bildende Kunst, Musik, Literatur, Gedanken; neue Wege, der Menschheit zu dienen, ermöglichen dem Schöpfer ein gewisses Maß an Leben jenseits des Grabes.

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Die drei ??? und der grüne Geist / Robert Arthur

Bouquinist

Der Anfang ist vielversprechend: In media res werden Peter Shaw und Bob Andrews von einem markerschütternden Schrei aufgeschreckt, als das alte Herrenhaus der Greens abgerissen wird, um auf dem Grundstück ein neues Gebäude zu errichten. Anscheinend gab es in den sechziger Jahren keine Schutzzäune um die Gebäude, denn der Lärm lockte eine Gruppe von Männern an, die zusammen mit Pete und Bob das Haus betraten und dort einen smaragdgrünen Geist erblickten, der auf dem staubigen Boden keine Fußspuren hinterließ:

Ein grüner Schimmer, kaum wahrnehmbar, verharrte neben einer Tür. Dann wurden die Umrisse klarer. Eindeutig war eine menschliche Gestalt in grünen, fließenden Gewändern wie denen eines chinesischen Mandarins zu erkennen. … Die geisterhafte Gestalt begann sich zu bewegen. An der Wand entlang glitt sie bis ans andere Ende des Flurs. Dort schien sie um die Ecke zu biegen und war gleich darauf verschwunden.

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Mutter weiß es am besten

Was ist Horror?

Wenn dir als Kind etwas Angst macht – ein böser Traum oder ein Monster unter dem Bett – was tust du dann? Du rufst nach dem ultimativen Schutz: deiner Mutter. Aber was passiert, wenn Mütter selbst Monster sind und was macht sie zu diesen Monstern? Mütter – überhaupt Frauen in der Horrorliteratur – kommen nicht gut weg. Sie leiden unter dem Problem „Verdammt, wenn du es tust / Verdammt, wenn du es nicht tust“ und werden zur Quelle des Schreckens, weil sie zu mütterlich oder nicht mütterlich genug sind.

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Kischote

Deine Mühlen werden besser beschienen, Kischote, wenn du dich von Mittag her näherst. Dann werden die Lupinen von deinen Taten zeugen und die Brunnen werden Heimweh haben. Dann wird sich die Erde erheben und die Berge werden dem Gesang lauschen, der hinter einem einsamen Duschvorhang erklingt. Auf einem geschnitzten Abfallhaufen landet deine Lanze, Kischote, wenn du dich vom Abend her näherst, auf einem nur gemalten Gaul, die Rotoren, von Mückenflug und Atemfluch getrieben, zermalmen den Zehnten, den Müller gleich mit, und seine Schürze hängt noch da, wenn du dich vom Morgen her näherst, der Mühle den Hintern zu versohlen, mit Rost und Federhelm und reichlich Irrglauben. Du wirst mit deinen Mühlen besser beschienen, Kischote, wenn du dich von Mittag her näherst.

Das nackte Haus in der Calle Desnuda

Der Kranich aus dem Sumpf über dem Schlot des Hauses mit den Hüften pfeift den Türen nach, den blinden Fenstern, nachtgeschlossen, Röcke für die Blöße bläht der Wind und darunter wird sichtbar das blankhautene Gebinde, das geteilte Geschlecht im Keller der Kohlen, der Hitze für einen Tag und eine Nacht.

Durch die Lippentür und über die Schwelle, der Damm zieht (Windes Wind), es ist Winter, der Kranich steigt der Herde nach, entfellt sie alle um die Suppe, die warm vom Magen her das Kleid für morgen schafft, stehen, manche liegen schon im lichten Fön der Lampen, von der Decke ächzt ein Lied, verteilt gerecht die Noten, um sie am rechten Platz zu keuchen.

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