Heute Nacht erschien Albera der Meister Vollpferd in einer Tagesvision durch Zeiten hinweg.

Die Kardinalität der leeren Menge
Heute Nacht erschien Albera der Meister Vollpferd in einer Tagesvision durch Zeiten hinweg.


Die Stimme war hinter mir erklungen und löste die Erstarrung von meiner Haut. Ich drehte mich, gewohnt, den Stimmen zu begegnen, herum.
»Ich bin Anna, die Fliegenpilzin, und Ihr seht aus, als wäret Ihr etwas aus der Fasson geraten.«
Mit kindlicher Grazie machte Anna große runde Augen, es sollte Unschuld symbolisieren, doch dahinter lauerte eine nicht unbedeutende Gefahr, die mich körperlich anging. Gekleidet war sie wie ein Rotkäppchen, ihr Alter war überdies schwer zu schätzen. Ihr eigen schienen sämtliche Zeitalter zu sein. [Sandsteinburg-Story: Die Fliegenpilzin (Weg nach Raha)]
Neu zum Bild: Hinter mir erklang eine Stimme, die durch ihre hauchzarte Schwingung dafür sorgte, dass sich mein Körper zu ihr ausrichtete und meine Erstarrung von mir abließ.
„Ich bin Anna, die Fliegenpilzin, und du siehst aus, als wärest du reichlich irritiert.“
Sie machte große Augen, wobei ihr die kindliche Grazie dabei half, Unschuld zu markieren. Doch hinter der Fassade lauerte eine nicht unbedeutende Gefahr, die mich bereits körperlich anging. Gekleidet war sie wie ein Rotkäppchen, und aus einem einfachen roten Rock stürmte der Stamm ihres Halses hinauf zu ihrem Gesicht, das von einem leuchtendroten Hut mit weißen Tupfen eingerahmt wurde.

Eine Maske hat etwas sehr Unheimliches. Für mich ist es der starre Ausdruck auf dem Gesicht, der mir am meisten Angst macht. Für andere ist es vielleicht das überwältigende Geheimnis, wer sich hinter der Maske verbirgt. Aber das Phantastikon ist nun einmal den interessanten Dingen gewidmet, ob wir sie fürchten oder nicht. Also lasst euch von diesen historischen Masken einfangen.

Wie viele Bücher könnte man mit allen ersten Sätzen füllen, die je geschrieben wurden?
Schmeckte der Apfel im Paradies nach Oxford?
Wie kann ich an einem Kreuzweg wissen, in welche Richtung ich muss?
Wieviel Klopapier-Tissues kann ich essen, bis ich Verstopfung bekomme?
Wie groß war Karl der Große und wie lautet der Quotient gegenüber den Schlümpfen?

Ich habe noch eine Linse für den Apparat
Ich drehe mich in dich
Ich drehe mich in dich
Der Tag war nicht zu erwarten gewesen, als du gestern –
Als du ankamst, hattest du deine Schuhe in der Hand
Und drehtest dich von der Sonne weg
Die den Steg entflammte
Er wurde für einen Augenblick zu einem anderen Augenblick
Wenn uns der Tanz ausgeht
Habe ich noch eine Linse für den Apparat
Ich drehe mich in dich
Ich drehe mich in dich
Die Zimmertüre lässt kein Licht herein, deine Konturen –
Deine Umrisse bleiben dein Eigentum solange du lebst
Es könnte jederzeit anders sein
Es bräuchte nur eine kleine Erschütterung
Ich kann mir keine andere Dimension vorstellen

Unter den belebten Straßen von Paris liegt eine schattenhafte Unterwelt, über die oft in Geschichten über das Makabre und das Übernatürliche geflüstert wird. Die Katakomben von Paris mit ihren dunklen Tunneln und düsteren, mit menschlichen Überresten gefüllten Kammern haben Besucher aus der ganzen Welt lange Zeit fasziniert und abgestoßen. Legenden über Spuk und unheimliche Begegnungen haben sich mit der Geschichte der Katakomben verwoben und sie zu einem Magneten für alle gemacht, die sich für das Paranormale interessieren.
Der offizielle Name der Katakomben lautet l’ossuaire municipal; der Friedhof umfasst einen kleinen Teil der unterirdischen Tunnel, die die „les carrières de Paris“ (die Steinbrüche von Paris) bilden, der gesamte Tunnel wird als „Die Katakomben“ bezeichnet. Seit der Römerzeit begrub Paris seine Toten am Rande der Stadt. Mit dem Aufkommen des Christentums änderte sich die Praxis, die gläubigen Toten in geweihten Anlagen und in den angrenzenden Kirchen zu bestatten.

Mit der Ausdehnung der Stadt im 10. Jahrhundert gab es viele Friedhöfe, doch mit dem Bevölkerungswachstum in Paris wurden die Friedhöfe überschwemmt und eine Erweiterung war nicht möglich. Zu dieser Zeit konnten sich nur die Wohlhabendsten Kirchenbestattungen leisten, was im 12. Jahrhundert zur Eröffnung eines zentralen Friedhofs führte. Ende desselben Jahrhunderts waren die Menschen auf die Kirche St. Opportune in der Nähe des zentralen Pariser Stadtteils Les Halles angewiesen, die später in Saint Innocents umbenannt wurde und eine eigene Kirche und Gemeinde erhielt.
Die gängige Praxis für die Bestattung der toten ärmeren Menschen war die Massenbestattung. Wenn ein Teil des Friedhofs voll war, wurde er zugedeckt und ein anderer Teil angelegt. Nur sehr wenige der Toten hatten Särge, häufiger wurde ein Sarg für die nächste Bestattung wieder verwendet. Die Rückstände der Verwesung, ein Prozess, der durch die Verwendung von Kalk, der direkt in die Erde eingebracht wurde, chemisch beschleunigt wurde, stellten ein ernstes Problem für eine Stadt dar, die auf Brunnenwasser angewiesen war.

Im 17. Jahrhundert, am Ende der zweiten Welle der Pandemie des Schwarzen Todes, liefen die Pariser Friedhöfe so über, dass die Leichen wegen Überfüllung freigelegt wurden. Die Geschäftsleute der Stadt begannen, sich über den starken Geruch von verrottendem Fleisch zu beschweren, doch es wurde nichts unternommen, bis 1780 Regenfälle eine der Mauern zum Einsturz brachten und die Leichen auf ein Nachbargrundstück schoben.
Da die Leichen nirgendwo untergebracht werden konnten, brachte Paris sie in ein Labyrinth von Tunneln aus dem 13. Jahrhundert, die unter den Straßen der Hauptstadt lagen. Langsam begannen sich die Friedhöfe zu leeren, aber es sollte zwölf weitere Jahre dauern, bis man alle Knochen in die ehemaligen Steinbruchstollen gebracht hatte, in dem heute die Überreste von über sechs Millionen Menschen ruhen.
Die Katakomben können im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Sie gehören zu den 10 am meisten von Spuk heimgesuchten Orten der Welt. Besucher haben behauptet, dass sie „von unsichtbaren Händen berührt“ wurden, andere behaupten, das Gefühl gehabt zu haben, verfolgt zu werden, kalte Stellen in bestimmten Bereichen zu spüren, einige Fälle von hysterischen Zusammenbrüchen wurden registriert, andere haben behauptet, gewürgt worden zu sein. Bei so viel Unruhe und Respektlosigkeit gegenüber den Toten ist es kein Wunder, dass es in den Straßen von Paris spukt.
Eine der berühmtesten Erzählungen ist die von Philibert Aspairt, der 1793 in den Katakomben verschwand. Seine Leiche wurde angeblich 11 Jahre später gefunden, nur wenige Meter von einem Ausgang entfernt, und seine Kerzen waren längst ausgebrannt. Viele behaupten, dass sein Geist noch immer in den Gängen umherwandert, auf der ewigen Suche nach einem Ausweg.
Die letzte Woche war eine der Dunkelheit, ein Herstellen von Gedankenweite. Die Karfunkel-Zeitungen wahrscheinlich ungeeignet, aber einen Säufer und den Sonnenkönig ausgerupft. Was gäbe es auch schöne Kommentare zur Syphilis, wenn sie nur in Bildern sprächen. Die Technik völlig aus den Augen zu verlieren könnte ein Trost sein.
Es ist erstaunlich, was Altpapier kostet, früher am Straßenrand keines Blickes gewürdigt, nicht ein Gedanke ging zum Kunstwerk, das im sumpfigen Papiermatsch auf seine Erweckung lauert. Wie alles Ästhetische ist kein Tiefenschauplatz je von heute. In seiner Zeitlosigkeit ist er allerdings auch nicht von gestern.
In mir brandete der Zwang, mich ebenfalls der gegenwärtigen Monothematik zu unterwerfen, lange an, bis ich ihn mir aus den Zellen wusch. Selbstverständlich verachte ich die Menschen, was man kaum glauben mag, wo ich mich doch mit „Popkultur“ auseinandersetze.

Oscar de Muriels sechster Band der Frey-&-McGray-Reihe markiert einen entscheidenden Wendepunkt in der wohl besten viktorianischen Serie, die bisher meisterhaft die Grenze zwischen rationaler Kriminalistik und übernatürlichen Phänomenen ausbalanciert hatte. „Das Geheimnis von Windsor Castle“ führt die beiden ungleichen Ermittler in ihre bisher persönlichste und gefährlichste Konfrontation, während gleichzeitig die narrative Architektur der Serie fundamentale Veränderungen durchläuft, die sich allerdings schon die ganze Zeit über angekündigt hatte.
Um diesen Band vollständig zu verstehen, muss man zu den Ereignissen von „Der Fluch von Pendle Hill“ zurückkehren, dem zweiten Band der Serie. Dort jagten Frey und McGray einen entwichenen Irrenhauspatienten, Lord Joel Ardglass, durch einen mörderischen Schneesturm bis zum Pendle Hill – jenem legendären Ort in Lancashire, wo 1612 die berüchtigten Hexenprozesse stattfanden. Der Fall führte die Ermittler in Kontakt mit einer geheimen Gesellschaft von Hexen, die behaupteten, Nachfahren der ursprünglichen Pendle-Hexen zu sein und deren Macht durch die Jahrhunderte bewahrt zu haben.
Wir alle kennen die Hölle als einen Ort, an den die Sünder und Gottlosen nach ihrem Tod kommen – wenn man an so etwas glaubt. Aber was wäre, wenn die Hölle nicht nur durch den Tod zugänglich wäre? Was wäre, wenn es einen physischen Eingang in unserer Welt gäbe? (Hier habe ich schon einmal über die 7 Tore zur Hölle gesprochen).
Wir werden Orte auf der ganzen Welt untersuchen, die den teuflischen Beinamen „Tore der Hölle“ tragen.
| »Durch mich gehts hin zur Heimstatt aller Plagen. Durch mich gehts hin zur ewig langen Pein, Durch mich zum Volke, das von Gott geschlagen. Mich schuf mein Schöpfer, um gerecht zu sein; Göttliche Allmacht, höchste Weisheit waren Am Werk, mit erster Liebe eins in drein. Vor mir war nichts Erschaffnes, was an Jahren Nicht ewig: selber währ ich ewiglich. Laßt, die ihr eingeht, alle Hoffnung fahren!« |
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